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Sascha Rösler (l.) spielt seit 2010 bei Fortuna Düsseldorf © getty

Die Fortuna kommt trotz Überlegenheit gegen Aachen nicht über ein Remis hinaus. Düsseldorf ist seit sechs Spielen ohne Sieg.

Düsseldorf - Herbstmeister Fortuna Düsseldorf muss den nächsten Rückschlag im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga verkraften.

Gegen Alemannia Aachen kam die Mannschaft von Norbert Meier nicht über ein 0:0 hinaus und verpasste den Sprung auf die Aufstiegsränge (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Durch das Unentschieden bleiben die Rheinländer in der Rückrunde weiter ohne Sieg und belegen nur noch den fünften Platz. Der Herbstmeister konnte die letzten sechs Ligaspiele nicht gewinnen und seit drei Partien vor eigenem Publikum keinen Dreier mehr verbuchen.

"Wir hatten mindestens drei sehr gute Möglichkeiten", beklagte Meier bei SPORT1 die Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Davon müssen wir Minimum einen machen. Wir müssen wieder Aggressivität in unser Spiel bekommen."

Aachens Trainer Friedhelm Funkel zeigte sich über das Remis erfreut: "Mit unserer kämpferischen Einstellung haben wir den Punkt verdient."

Die Alemannia beendete nämlich auch das achte Spiel in Folge ungeschlagen. Trotz des Punktgewinnes steckt Aachen aber weiter mitten im Abstiegskampf und hat mit 21 Punkten nur einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Rösler mit dicker Chance

Vor 28.712 Zuschauern besaß in einem schwachen Spiel der frühere Aachener Sascha Rösler die besten Chancen des Spiels.

Sein Schuss aus 20 Metern verfehlte das Gehäuse noch deutlich (60.), drei Minuten später köpfte er das Leder knapp am Tor vorbei.

Düsseldorf kontrollierte die Anfangsphase der Begegnung und hatte ebenfalls durch Rösler die Gelegenheit zur frühen Führung (5.).

Waterman rettet

Der nach seiner Gelb-Rot-Sperre zurückgekehrte Top-Torjäger der Fortuna scheiterte allerdings aus acht Metern an Boy Waterman im Gästetor.

Nach 21 Minuten setzte die Alemannia erstmals in der Offensive Akzente.

Albert Streits Versuch aus 16 Metern war für Robert Almer, der überraschend den Vorzug vor Stammtorhüter Michael Ratajczak erhalten hatte, aber kein Problem 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Handspiel sorgt für Aufregung

Für Aufregung sorgte ein vermeintliches Handspiel von Fortuna-Verteidiger Tobias Levels im eigenen Strafraum. Der Ball sprang ihm an die Hand, Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied sich gegen einen Strafstoß.

Für Fortuna-Trainer Meier war die Sachlage klar: "Der Schiri hat nicht gepfiffen, also war es wohl keine Hand."

Kollege Funkel bewertete die Entscheidung bei SPORT1 komplett anders: "Das war ein ganz klarer Elfmeter. Die Hand von Tobias Levels geht ganz klar zum Ball."

Streit mit der Chance

Ausgerechnet Streit, der erstmals seit der "Kopfstoß-Affäre" im Jahr 2005 wieder auf den heutigen Fortuna-Trainer Norbert Meier traf, besaß im Anschluss die beste Chance der ersten Halbzeit (40.).

Bei seinem Kopfball-Treffer stand er allerdings knapp im Abseits.

Nach dem Seitenwechsel blieb Düsseldorf optisch die überlegene Mannschaft und erspielte sich jetzt auch bessere Torchancen.

Ken Ilsö scheiterte aus aussichtsreicher Position am hervorragend reagierenden Waterman (59.). Kurz darauf verpasste Rösler die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung.

Am Ende hatte die Fortuna aber Glück: In der 86. Minute rettete Ilsö nach einem wuchtigen Kopfball von Feisthammel auf der Linie.

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