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Duisburg will wieder jubeln und braucht einen Dreier im Abstiegskampf © getty

Der KSC erwartet Hansa zum ultimativen Kellerduell. Duisburg setzt im Ruhrderby gegen Bochum auf Daumendrücker Rudi Gutendorf.

Von Marc-Oliver Robbers

München - Besondere Spiele erfordern besondere Mittel. Ganz besonders im Abstiegskampf.

Der MSV Duisburg versucht es beim Ruhrderby gegen den VfL Bochum (So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER ) mit einem alten Bekannten als "Maskottchen" auf der Tribüne.

Seit sieben Spielen wartet die Elf von Oliver Reck auf einen Sieg. Zu lange findet Rudi Gutendorf, der Trainer der Vizemeister-Mannschaft von 1963, der deshalb im Stadion für den Tabellenfünfzehnten die Daumen drücken will.

"Der MSV liegt mir immer noch am Herzen. Ich will nicht, dass die Mannschaft absteigt", hofft Gutendorf.

Und der aktuelle Coach meint: "Das finde ich eine tolle Geste. Es ist gut, wenn jemand wie Gutendorf Flagge bekennt und uns auf der Tribüne unterstützen will."

Teamtreffen für die letzten Prozente

Neben dem Einsatz des Glücksbringers setzt Reck aber auch auf den Mannschaftsabend, der unter der Woche stattfand.

"Das war wichtig, um die letzten Prozente, die uns in Berlin in den letzten Minuten gefehlt haben, herauszukitzeln", erklärt Mittelfeldspieler Vasilis Pliatsikas. Dennoch macht das 1:1 bei Union Berlin, mit dem zuletzt wenigstens die Serie von fünf Pleiten in Folge gestoppt werden konnte, Hoffnung.

Für Bochum dagegen ist die Saison so gut wie gelaufen. Der VfL findet sich mit 31 Punkten im "Niemandsland" der Tabelle wieder und hat als Zehnter zehn Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Schwerste Aufgabe für Aue

Die schwerste Aufgabe der Abstiegskandidaten hat allerdings Erzgebirge Aue vor sich, das den Viertplatzierten aus St. Pauli empfängt.

Dabei wirkt bei den Sachsen die Rote Karte gegen Abwehrspieler Adil Lachheb und die damit verbundene Vier-Spiele-Sperre aus dem Nachholspiel gegen 1860 noch nach.

"Wir wurden zuletzt mehrmals ungleich behandelt, können und wollen das so nicht hinnehmen. In ähnlichen Szenen gegen unsere Spieler blieb es wiederholt bei Verwarnungen", erklärt Sportdirektor Steffen Heidrich - Aue hat Einspruch eingelegt.

Gegen St. Pauli wird neben Lachheb auch Pierre Le Beau fehlen, der gegen Düsseldorf am vergangenen Wochenende Rot sah.

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Die Hamburger haben unterdessen alle Mann an Bord. Auch Sebastian Schachten, den zuletzt eine Zerrung plagte, ist wieder fit.

Dennoch warnt Trainer Andre Schubert: "Die Partie wird kein Selbstläufer, denn es ist immer schwer, gegen einen tiefstehenden und gut organisierten Gegner zu spielen. Entscheidend wird sein, sich im Eins-gegen-Eins in der Offensive durchzusetzen."

Kellerduell in Karlsruhe

Zum ultimativen Kellerduell kommt es in Karlsruhe: Tabellenschlusslicht Hansa muss zum Sportclub, dem Vorletzten. Die Hansakogge hat bereits fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer und muss unbedingt punkten.

Helfen sollen dabei die beiden zuletzt angeschlagenen Freddy Borg (Oberschenkelprellung) und Stephan Gusche (Entzündeter Zeh). Beide können gegen die Badener wohl wieder auflaufen. Kapitän Sebastian Pelzer fällt mit einer Fersenverletzung aus.

Auch Tabellennachbar KSC, der drei Zähler mehr auf dem Konto hat, ist auf Punkte angewiesen.

Die letzten drei Partien gingen allesamt verloren. Gegen Rostock sind immerhin die Routiniers Christian Timm und Alexander Iashvili wieder dabei.

SPORT1 hat die Fakten zum 26. Spieltag:

SONNTAG:

Erzgebirge Aue - FC St. Pauli:

Die Auer stellen mit nur 23 Toren den drittschwächsten Angriff der Liga. Von bislang vier Duellen mit St. Pauli haben die Erzgebirgler nur eines verloren (ein Sieg, zwei Unentschieden).

St. Pauli ist seit fünf Partien ungeschlagen. Mit nur zehn Gegentreffern stellen die Hamburger gemeinsam mit Spitzenreiter Fürth die stärkste Auswärts-Abwehr.

Hinspiel: 3:2

MSV Duisburg - VfL Bochum:

Duisburg wartet seit sieben Auftritten auf seinen sechsten Saisonerfolg. Nach zuvor fünf Niederlagen schafften die Zebras zuletzt ein 1:1 bei Union Berlin.

Bochum blieb zuletzt dreimal erfolglos (ein Unentschieden, zwei Niederlagen) und dabei zweimal ohne eigenen Treffer.

Hinspiel: 1:2

Karlsruher SC - FC Hansa Rostock:

Der KSC kassierte zuletzt drei Niederlagen in Folge. Mit 51 Gegentoren stellen die Karlsruher die schwächste Liga-Abwehr.

Das seit vier Partien sieglose Schlusslicht Rostock hat seine letzten drei Spiele verloren. Von neun Auftritten in Karlsruhe gewann Rostock nur zwei (zwei Unentschieden, fünf Niederlagen).

Hinspiel: 1:1

(Alle Spiele So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER):

MONTAG:

Energie Cottbus - Fortuna Düsseldorf:

Cottbus hat nur eines seiner vergangenen neun Heimspiele gewonnen (fünf Unentschieden, drei Niederlagen).

Die zuletzt zweimal siegreichen Düsseldorfer haben von bislang vier Auftritten in Cottbus nur einen gewonnen (drei Niederlagen).

Hinspiel: 2:4

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

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