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Der Mainzer Dragan Bogavac erzielt das zwischenzeitliche 3:0 © getty

Ein irres Spiel zum Auftakt! Mainz liegt schon 3:0 vorne, aber der Lautern kommt zurück. Erik Jendrisek erzielt ein Doppelpack.

Mainz - Der 1. FC Kaiserslautern hat im Südwest-Derby beim FSV Mainz 05 trotz eines 0:3-Rückstandes zur Pause noch ein 3:3 erzielt.

Damit haben die "Roten Teufel" dem neuen Mainzer Trainer Jörn Andersen einen erfolgreichen Punktspiel-Einstand am Bruchweg verdorben.

Nach dem mäßigen 2:1 nach Verlängerung im DFB-Pokal beim Regionalligisten Babelsberg gaben die Rheinhessen zum Meisterschaftsstart der Zweiten Liga den scheinbar sicheren Sieg noch aus der Hand, da FCK-Trainer Milan Sasic im Doppel-Torschützen Erik Jendrisek (70. und 71.) den idealen Joker eingewechselt hatte.

"Das die Mannschaft da noch einmal so aus dem Quark gekommen ist, zollt großen Respekt", freute sich Lauterns Sportdirektor Stefan Kuntz: "Das zeigt, dass wir in dieser Saison gleich von Anfang an wissen, um was es geht."

Die Mainzer gingen vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchweg-Stadion im ersten Punktspiel nach der Ära Jürgen Klopp in der 26. Minute durch Markus Feulner, der nach einer Flanke von Miroslav Karhan per Kopf erfolgreich war, in Führung.

Karhan zog sich allerdings den Unmut der Gäste zu, da er weitergespielt hatte, obwohl der Lauterer Moussa Ouattara kurz zuvor zu Boden gegangen und wegen einer Verletzung liegengeblieben war.

Sippel mit Patzern

In der 37. Minute profitierte wiederum Feulner von einem Patzer des FCK-Torhüters Tobias Sippel, der auch beim dritten Gegentreffer durch Neuzugang Dragan Bogavac (40.) keine gute Figur machte.

Die in der ersten Hälfte enttäuschenden Gäste, bei denen fünf Neuzugänge in der Startformation standen, starteten nach dem Anschlusstreffer von Neuzugang Laurentiu Reghecampf per Foulelfmeter in der 47. Minute eine beeindruckende Aufholjagd und zeigten eine deutliche Steigerung gegenüber dem Pokalaus eine Woche zuvor bei Zweitliga-Absteiger Carl-Zeiss Jena (1:2).

Mit einem Doppelschlag innerhalb von 62 Sekunden sorgte Jendrisek dann für den Ausgleich. "Wir haben Anfang so gespielt, wie wir uns das gedacht haben. Aber was wir in der zweiten Halbzeit gemacht habe, darf nicht passieren", ärgerte sich der Mainzer Trainer Andersen.

Die Bestnoten bei den Mainzern verdienten sich Florian Heller und Niko Bungert, während Reghecampf und Jendrisek die stärksten Lauterer waren.

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