

Union verdirbt Fodas Debüt
Kaiserslautern - Im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Franco Foda hat Absteiger 1. FC Kaiserslautern im Kampf um den direkten Wiederaufstieg einen Dämpfer hinnehmen müssen.
Die Pfälzer mussten sich nach verrückten 92 Minuten zum Saisonauftakt der Zweiten Liga gegen Union Berlin mit einem 3:3 (0:0) begnügen und und blieben damit ebenso wie die beiden anderen Bundesliga-Absteiger in der ersten Runde im Unterhaus ohne Sieg.
Hertha BSC (2:2 gegen Paderborn) und der 1. FC Köln (0:1 in Braunschweig) hatten zuvor ebenfalls einen erfolgreichen Saisonstart verpasst. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Im ersten Montagsspiel der Saison 2012/13 erzielten Michael Parensen (47.), Patrick Zoundi (54.) und Marc Pfertzel (90.) die Treffer für die Gäste.
Mohamadou Idrissou (58., 72.) und Hendrick Zuck (86.) bei seinem Profidebüt hatten zwischenzeitlich den runderneuerten FCK, der seit zehn Monaten auf einen Heimsieg wartet, auf die Siegerstraße geschossen.
"Erst Sieger, dann mausetot"
"Erst waren wir auf Siegerstraße, dann waren wir mausetot. Mit dem Ergebnis bin ich sicherlich zufrieden, auch wenn wir es nach dem 2:0 entscheiden hätten müssen", fasste Union-Trainer Uwe Neuhaus bei SPORT1 zusammen.
"Die erste Halbzeit haben wir total verschlafen. Aber nach der Pause hätten wir die drei Punkte holen müssen. Aber Fußball ist kein Wunschkonzert", sagte der zweifache Torschütze Idrissou, der nach dem Abpfiff nicht wusste, ob er sich freuen oder ärgern sollte.
Simunek fällt kurzfristig aus
Kurz vor dem Anpfiff musste der frühere FCK-Profi Foda seine Startelf noch einmal ändern, da sich Abwehrchef Jan Simunek beim Aufwärmen an der Wade verletzt hatte.
Für den Tschechen spielte Anthar Yahia. Im Angriff setzte der neue Lauterer Coach auf die Neuzugänge Albert Bunjaku und Idrissou, die vor 31.618 Zuschauern auf dem Betzenberg von Beginn einige gute Szenen hatten.
Bunjaku verpasst gute Chance
Der ehemalige Frankfurter Idrissou hatte in der 8. Minute auch die erste Möglichkeit für die Pfälzer, als er mit einem Schuss an Berlins neuem Torwart Daniel Haas scheiterte.
In der 17. Minute hätte der neue FCK-Kapitän Bunjaku die Hausherren in Führung bringen müssen, der frühere Nürnberger verfehlte aber aus aussichtsreicher Position.
Simon Terodde hatte in einer mäßigen ersten Hälfte kurz vor der Pause die erste Chance für die Gäste.
Parensen trifft nach der Pause
Nach der Pause wurde Kaiserslautern kalt erwischt. Parensen nutzte ein perfektes Zuspiel von Tijani Belaid und vollendete eiskalt zur Berliner Führung.
Zoundi nutzte dann nur sieben Minuten später einen weiteren Konter der Gäste zum 2:0.
Idrissou konnte sich anschließend über seinen ersten Treffer freuen, der allerdings irregulär war, da er vorher ein klares Foul begegangen hatte.
Pfertzel gleicht aus
Beim anschließenden Ausgleich war dann aber alles regulär.
"Wir haben nach dem 0:2 gut reagiert und gezeigt, dass wir Fußball spielen können", erklärte Foda.
Nach dem 3:2 durch Zuck wähnten sich die Hausherren dann sogar schon als Sieger, ehe Pfertzel noch einmal zuschlug.
"Ich freue mich sehr. Meine Familie aus Frankreich war heute hier", sagte Pfertzel bei SPORT1: "Ich bin zufrieden, auch wenn wir nur einen Punkt geholt haben."

