

Ende des Montagsfluchs - aber 1860 verpasst Spitze
Dresden - 1860 München hat trotz Toren der Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth und Daniel Bierofka den Sprung an die Tabellenspitze der Zweiten Liga verpasst.
Das Team von Reiner Maurer kam zum Abschluss des zweiten Spieltags bei Dynamo Dresden nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus, Spitzenreiter bleibt damit Eintracht Braunschweig.
Dresden holte mit dem Remis den ersten Punkt nach der 1:2-Auftaktniederlage in Bochum. In einer abwechslungsreichen Begegnung trafen Lauth (18.) und Bierofka (74.) für die Löwen sowie Mickael Pote (38.) und Grzegorz Wojtkowiak (64.) per Eigentor für die Hausherren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
"Es war ein gutes Spiel", sagte 1860-Trainer Reiner Maurer bei SPORT1: "Wir hatten nach dem 2:1 noch einige gute Chancen und hätten auch noch gewinnen können."
Dennoch beendete 1860 den "Montagsfluch". In den letzten vier Spielen am Montagabend hatten die "Löwen" nicht punkten können.
Nur 9.772 Zuschauer
Nach Ausschreitungen in der vergangenen Saison durfte Dresden nur 13.000 Dynamo-Zuschauer ins Stadion lassen, doch am Ende kamen nicht einmal die. Viele Dresden-Fans blieben aus Protest gegen das Urteil zu Hause, so dass letztlich inklusive der Gäste-Anhänger gar nur 9.772 Zuschauer da waren.
"Gewisse Fangruppen lehnen die Personalisierung der Tickets ab", sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter.
Nicu legt für Lauth auf
Dresden war von Anfang an um Wiedergutmachung für die Auftaktpleite bemüht. Torjäger Pote scheiterte in den ersten zehn Minuten zweimal aus guter Position, anschließend nahm dann auch 1860 am Spiel teil - und wie.
Dresdens Abseitsfalle misslang, und Lauth verwertete die klasse Hereingabe von Maximilian Nicu.(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)
Ralf Loose ärgerte sich wegen des Treffers über den Schiedsrichter. "Letzte Woche hätte wir einen Elfer kriegen müssen", schimpfte Loose bei SPORT1. "Heute gab es eine Abseitsstellung, wo der Assistent die Fahne oben hat."
Pote trifft per Flugkopfball
Nachdem sich das Heimteam vom Rückstand erholt hatte, kippte die Begegnung erneut.
Neu-Kapitän Robert Koch verfehlte zunächst noch (35.), dann köpfte Pote nach Flanke von Sebastian Schuppan spektakulär zum zweiten Saisontor ein.
Wojtkowiak trifft ins eigene Tor
Nach der Pause fand das Spiel zunächst fast ausschließlich im Mittelfeld statt. Dresden besaß deutlich mehr Ballbesitz, 1860 war ab und an gefährlich bei Standards.
Quasi aus dem Nichts dann eine starke Kombination der Dynamo-Offensivabteilung, an deren Ende Wojtkowiak den Ball unglücklich ins eigene Tor lenkte.
Pote muss verletzt raus
1860 kam jedoch zurück und hätte nach Bierofkas Ausgleich auch noch zum Sieg kommen, doch Torwart Benjamin Kirsten parierte mehrfach stark.
"Leider kassieren wir zwei Tore und geben das Spiel aus der Hand. Ein Punkt gegen 1860 München ist in Ordnung, aber da wäre mehr drin gewesen", erklärte Kirsten etwas enttäuscht.
Bei Dresden ging nach nach der Auswechslungs Potes wegen einer Handverletzung 15 Minuten vor dem Ende dagegen nach vorne gar nichts mehr. Der Stürmer fiel bei einem Zweikampf unglücklich auf die Hand und hatte große Schmerzen.
Nach erster Diagnose hat Pote sich offenbar eine Sehnenverletzung zugezogen.

