vergrößernverkleinern
Im Mai verloren die "Löwen" mit 0:3 zu Hause gegen Freiburg © getty

Während beim SC Freiburg "ganz bescheiden" vom Aufstieg geredet wird, nimmt beim Gegner 1860 München niemand dieses Wort in den Mund.

Von Christian Stüwe

München - Gleich am ersten Sonntagsspieltag treffen zwei der großen Namen der Zweiten Liga aufeinander.

Der SC Freiburg empfängt den TSV 1860 München (ab 13.45 Uhr LIVE). Beide Vereine sind ambitioniert, die Zielsetzungen allerdings verschieden.

Bei den Löwen verhindert vor allem die katastrophale Rückrunde der vergangenen Saison, als das junge Team fast noch in den Abstiegsstrudel geraten wäre, eine offensivere Ansage.

Trainer Marco Kurz möchte nicht vom Aufstieg sprechen, Sportdirektor Stefan Reuter liebäugelt aber zumindest damit, an den Spitzenplätzen zu kratzen.

"Wir sehen uns in der Position des Herausforderers. Andere Klubs besitzen bessere wirtschaftliche Voraussetzungen. Ich sehe uns zwischen dem dritten und achten Platz", erklärt der Weltmeister von 1990. Zunächst müssten die wirtschaftlichen Vorraussetzungen geschaffen werden, bis dahin gelte es, die "Großen zu ärgern."

Zu den "Großen" gehört mit Sicherheit der SC Freiburg. Im Breisgau werden die Saisonziele bescheiden, aber bestimmt formuliert. "Wir wollen es nicht herausschreien, aber unser Ziel, der Aufstieg, soll klar sein", sagt Freiburg-Trainer Robin Dutt.

Rückkehrer Lauth vor Debüt

Beide Mannschaften sehen sich in der Spitze der Liga, das direkte Aufeinandertreffen wird gleich ein erster Gradmesser für die neue Saison. "Das wird ein schweres, aber sicher auch ein sehr attraktives Spiel", erklärt Dutt: "Wir freuen uns auf jeden Fall darauf und die Zuschauer dürfen sich genauso freuen."

Bei den Freiburgern fällt Ivica Banovic (Adduktoren) aus, die "Löwen" müssen auf Berkant Göktan (Viruserkrankung), Benjamin Schwarz (Patellasehnensyndrom) und Markus Schroth (Aufbautraining) verzichten. Mit Spannung erwartet wird bei den Münchnern das Debüt von Rückkehrer Benjamin Lauth.

Nürnberg - Augsburg

Der Club hat im ersten Zweitliga-Heimspiel gleich ein Derby. Der Abstieg hat der Euphorie keinen Abbruch getan, für das Spiel gegen Augsburg wurden schon mehr als 36.000 Karten verkauft. Und denen soll etwas geboten werden. "Jeder will die drei Punkte, wir auch. Mit dieser Mission gehen wir in das Spiel", erklärt Trainer Thomas von Hessen.

Allerdings sind mit Marek Mintal (Sprunggelenk), Daniel Klewer (Adduktoren) und Christian Eigler (Trainingsrückstand) drei Spieler angeschlagen. Auch Augsburg hat Probleme. Roland Benschneider (Kreuzbandriss), Lars Müller (Innenband), Elton Da Costa (Muskelfaserriss) und Patrick Mölzl (Knochenprellung) fallen aus.

"Im Spiel beim Club sind die Rollen klar verteilt", nimmt FCA-Trainer Holger Fach die Außenseiterrolle an: "Der Club muss das Spiel machen und hat den Druck, das Spiel gewinnen zu müssen. Das könnte uns entgegen kommen, weil wir befreit aufspielen können."

Ingolstadt - Greuther Fürth

Für Fürth geht es um Wiedergutmachung nach dem Pokalaus gegen Kickers Offenbach. "Vielleicht war es ganz gut, dass wir nach einer sehr guten Vorbereitung gemerkt haben, dass es nicht automatisch so weiter geht, sondern dass wir jede Woche Höchstleistung bringen und in die Zweikämpfe gehen müssen", setzt Fürth-Trainer Benno Möhlmann auf einen Lerneffekt.

Der Trainer hofft, dass die Mannschaft das in Ingolstadt "möglichst schnell umsetzen kann". Personell können die Fürther gegen den Aufsteiger aus dem Vollen schöpfen.

Koblenz - Oberhausen

Auch in Koblenz muss etwas aufgeholt werden: Zum einen muss die peinliche Niederlage im DFB-Pokal gegen die Amateure vom FC Oberneuland ausgebügelt werden. Zum anderen startet die TuS mit drei Minuspunkten in die Saison. Mit einem Sieg gegen Aufsteiger Oberhausen wären die Koblenzer also bei Null.

"Am Sonntag erwartet uns ein ganz anderes Spiel. Wir brauchen momentan Mannschaften, die auf dem Papier genauso stark sind. Das ist mehr unser Ding", will Trainer Uwe Rapolder vom Pokal nichts mehr wissen und hofft auf einen Auftaktsieg.

Ahlen - FSV Frankfurt

Im Aufsteigerduell geben Ahlens Trainer Christian Wück und Frankfurt Thomas Oral ihr Zweitligadebüt. "Ich kann es kaum erwarten. Ich bin überzeugt, dass wir etwas mitnehmen", sagt Oral. Auch Wück blickt dem Spiel gespannt entgegen: "Wir freuen uns, als Außenseiter in die Saison zu gehen."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel