

Reck nach MSV-Pleite gefeuert
Duisburg - Der MSV Duisburg hat sich nach der Niederlage gegen Dynamo Dresden von Trainer Oliver Reck und seinem Assistenten Uwe Schubert getrennt.
Sportdirektor Ivica Grlic wird interimsweise das Training leiten.
Ein Nachfolger für Reck, der seit dem 28. Oktober 2011 Cheftrainer bei den Zebras war, soll spätestens vor dem Spiel beim 1. FC Kaiserslautern am 16. September präsentiert werden.
Mit Hans-Jürgen Boysen, Ex-Trainer des FSV Frankfurt, sollen nach Angaben der "Frankfurter Rundschau" bereits Gespräche geführt worden sein (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Der ehemalige MSV-Profi Stefan Emmerling, der beim Drittligisten Rot-Weiß Erfurt am Samstag ebenfalls entlassen wurde, wäre laut "WAZ" eine mögliche Alternative.
Erst dementiert, dann bestätigt
In den Stunden nach der 1:3-Heimpleite hatten sich die Anzeichen auf eine Trennung von Reck immer weiter verdichtet, nachdem die Duisburger Gremien getagt hatten, um über die kritische Situation beim Ex-Bundesligisten zu beraten, der mit null Punkten die Rote Laterne inne hat (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).
Die Entlassung war bereits klar und von diversen Medien vermeldet, als der MSV noch dementierte - um sie später dann doch noch per Pressemitteilung zu bestätigen.
Vergeblicher Wunsch: "Mehr fighten"
Der 47 Jahre alte ehemalige Nationaltorwart Reck (ein Einsatz) hatte den MSV in der vergangenen Saison ins Tabellenmittelfeld geführt (DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).
Recks letztes Statement als MSV-Coach war die Erkenntnis, dass es den Spielern in seinem Schicksalsspiel letztlich an Kampfkraft und Zusammenhalt gefehlt hätte.
"Wir haben uns für das Spiel sehr viel vorgenommen", hatte Reck nach dem Spiel erklärt: "Der frühe Rückstand hat uns jedoch verunsichert. Dann kommt die Verletzung von Hoffmann dazu und der verschossene Elfmeter."
Das sei etwas, "das einem in so einer Situation passiert und uns heute zu oft passiert ist. In so einer Situation muss man noch mehr fighten und zusammenstehen."
Nach dem Vollzug seiner Entlassung erklärte er: "Ich habe in den letzten acht Monaten wichtige Entscheidungen getroffen, wenn die alle falsch gewesen wären, würden wir nicht in der 2. Liga spielen"
Verletzungs-Drama um Hoffmann
Idir Ouali (4.) und Anthony Losilla (20.) sorgten früh für klare Verhältnisse in der Duisburger Arena, Mickael Pote erzielte in der 78. Minuten das 3:0, Maurice Exslager (90.+2) sorgte für den Schlusspunkt.
Duisburg musste den verletzungsbedingten Ausfall von Andre Hoffmann verkraften, der mit seinem Mannschaftskameraden Tanju Öztürk zusammengeprallt war.
Er musste minutenlang behandelt werden, zeigte Lähmunserscheinungen und musste schließlich ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Ärzte diagnostizierten eine Erschütterung des Gehirns sowie des zentralen Nervensystems.
Öztürk war in der Halbzeit ausgewechselt worden, auch er erlitt eine Gehirnerschütterung.

