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Ein Trio aus dem Südwesten führt die Liga an. Die Verfolger warten aber zum Auftakt der Rückrunde nur auf ihre Chancen.

Der Südwesten beherrscht das Fußball-Unterhaus:

In Spitzenreiter FSV Mainz 05, dem 1. FC Kaiserslautern und dem SC Freiburg führt ein Trio aus Rheinland-Pfalz bzw. Baden-Württemberg die 2. Liga in die Rückrunde.

Doch die Konkurrenz sitzt den Aufstiegsaspiranten im Nacken, nur vier Punkte trennen Mainz vom Tabellensiebten FC St. Pauli (Tabelle Zweite Liga).

Gleich zum Auftakt muss Mainz im brisanten rheinland-pfälzischen Derby in Kaiserslautern antreten.

"Das wird ein unglaublich schweres und richtungweisendes Spiel, aber unsere Moral ist sehr gut", sagt FSV-Trainer Jörn Andersen.

Statistik spricht gegen Mainz

Seine Mannschaft wird am Montag (ab 20.15 Uhr LIVE und im DSF) auf dem Betzenberg vor den erwarteten 45.000 Fans nahezu unverändert auflaufen, der Kader wurde lediglich mit Zsolt Löw von 1899 Hoffenheim verstärkt.

Die Statistik hat Andersen gegen die "Roten Teufel" nicht auf seiner Seite. Mainz verlor die beiden letzten Hinrunden-Partien und verspielte einen sicheren Vorsprung auf die nun punktgleichen (31 Zähler) Pfälzer. Zudem ist Kaiserslautern in dieser Saison im eigenen Stadion noch unbesiegt.

Kaiserslautern investiert

Um den Aufstieg nicht mehr zu verspielen, griff Lauterns Vorstands-Chef Stefan Kuntz noch einmal tief in die Tasche. Für den Tschechen Jiri Bilek überwies er 575.000 Euro an Slovan Liberec und verbuchte damit den teuersten Winter-Zugang der Liga.

Bilek soll nach dem knapp vermiedenen Abstieg im Vorjahr nun entscheidenden Anteil am möglichen Pfälzer Aufstieg haben.

Freiburgs Trainer Robin Dutt (Freiburg will hoch - mit Charakter) geht angesichts des Relegationsplatzes und nur zwei Punkten Vorsprung auf Alemannia Aachen besonnener in die Rückrunde.

"Wir sind einer der Aufstiegskandidaten. Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen, haben wir auch eine Chance", sagt Dutt. Seine junge Truppe (30 Punkte) reist zum Auftakt zu 1860 München.

Verfolger in Schlagdistanz

Hinter dem Südwest-Trio haben neben St. Pauli und Aachen auch der FC Augsburg und der "ewige Aufstiegsaspirant" SpVgg Greuther Fürth Aufstiegsambitionen. "Ich will nicht zu den Spielern gehören, die in Fürth knapp am Aufstieg gescheitert sind", sagt Stürmer Sami Allagui.

Die Franken spielen seit Jahren oben mit, landen am Ende aber fast immer auf den Plätzen vier, fünf oder sechs. In der laufenden Saison sind sie mit einem Punkt Rückstand auf Freiburg Vierter.

Absteiger enttäuschen

Der 1. FC Nürnberg hat als Achter vier Punkte Rückstand auf den fränkischen Nachbarn.

Nürnberg und Mit-Absteiger Duisburg pielten eine mehr oder minder mäßige Hinrunde und suchen nun den Anschluss an die Spitze.

Nürnberg könnte gleich zum Rückrunden-Auftakt mit einem Sieg in Augsburg am Freitag einen direkten Konkurrenten überholen.

Der dritte Absteiger, Hansa Rostock, tauschte wie der Club und der MSV den Trainer aus. Doch auch mit Dieter Eilts konnte sich Hansa nicht aus dem Tabellenkeller befreien und steht mit 17 Punkten auf Platz 15.

Direktes Duell zum Auftakt

Hansa und der MSV treffen im Ostseestadion gleich zum direkten Duell aufeinander. "Das Spiel wird entscheidend für den weiteren Saisonverlauf", sagt Duisburgs Kapitän Ivica Grlic. Als Zehnter liegen die Zebras zwar acht Zähler hinter Freiburg, haben aber den Aufstieg noch nicht komplett abgehakt.

Eilts konzentriert sich mit Rostock dagegen erstmal auf den Abstiegskampf. Der Ostfriese hatte an der Ostsee einen schlechten Start, holte nur drei Punkte aus vier Spielen. Ein kräftig umgekrempelter Kader mit vier Neuzugängen soll es nun richten.

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