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Markus Feulner spielte von 2000 bis 2004 für Bayern München © getty

Markus Feulner zählt zu Erfolgsgaranten bei Mainz 05. Bei Sport1.de spricht er über seine Ziele und einen möglichen Wechsel.

Von Matthias Becker

München - Bei Zweitliga-Herbstmeister Mainz 05 ist Markus Feulner eine tragende Säule.

Von der Außenbahn ins defensive Mittelfeld gerückt, gehörte der 26-Jährige zu den stärksten Spielern der Zweitliga-Hinrunde.

Seine überragenden Leistungen haben auch mehrere Bundesligisten auf den Plan gerufen, unter anderem Bayer Leverkusen.

Immerhin ist Feulner nach Saisonende ablösefrei.

Doch zunächst gilt seine ganze Konzentration der am Freitag beginnenden Rückrunde (ab 17.45 Uhr LIVE), in der für den Tabellenführer nur die Rückkehr ins Oberhaus zählt.

Zu den Perspektiven für Mainz und sich persönlich sowie den Auftakt-Kracher am Montag in Kaiserslautern sprach der Ex-Profi von Bayern München mit Sport1.de.

Sport1.de: Herr Feulner, in der Vorbereitung haben Sie gegen den FC Bayern gespielt. Gibt es dieses Spiel auch in der kommenden Bundesliga-Saison zu sehen?

Markus Feulner: Das wäre natürlich schön. Wir werden alles daran setzen, aufzusteigen. Wichtig ist dafür ein guter Start in die Rückrunde und dass wir an unsere Leistung aus der zweiten Halbzeit im Pokalspiel gegen Freiburg anknüpfen. Dann haben wir gute Chancen aufzusteigen.

Sport1.de: Die offensive Ansage vom Saisonbeginn gilt also weiterhin: Sie wollen hoch.

Feulner: Wir sind Tabellen-Erster und haben eine sehr gute Mannschaft, deshalb muss man nicht immer wieder betonen, dass wir hoch wollen. Wenn wir weiter unsere Leistung abrufen und als kompakte Einheit auftreten, steht dem eigentlich nichts im Wege.

Sport1.de: Hätten Sie vor der Saison gedacht, dass der Übergang zu Jörn Andersen so reibungslos abläuft? Die Mannschaft spielt offensiv ja sogar besser als im letzten Jahr unter Jürgen Klopp.

Feulner: Von Jürgen Klopp haben wir viel mitgenommen. Der neue Trainer hat zusätzlich viel mitgebracht und seine Ideen einfließen lassen. Das hat die Mannschaft einen Schritt weitergebracht. Zunächst profitieren wir davon, dass Jürgen Klopp uns taktisch und defensiv sehr viel beigebracht hat und jetzt lernen wir das Offensivspiel noch dazu. Und das sieht ja meist ganz gut aus.

Sport1.de: Was müssen sie noch verbessern, um bis zum Saisonende ganz oben dabei zu sein?

Feulner: Wir müssen jedes Spiel hochkonzentriert angehen und kompakt auftreten. Gerade in den letzten beiden Spielen der Hinrunde haben wir das versäumt. Wenn wir das nicht machen, kann es auch nach hinten losgehen.

Sport1.de: Woher kommt eigentlich die rätselhafte Heimschwäche? Als Herbstmeister sind sie die fünftschwächste Heimmannschaft.

Feulner: Da kam auch viel Pech dazu. Oft haben wir die Spiele dominiert - mit der Ausnahme gegen Ingolstadt. In fast allen Spielen hatten wir ein klares Chancenplus. Neben dem Pech waren auch ein paar strittige Schiedsrichterentscheidungen dabei. Aber so etwas gleicht sich im Verlauf der Saison aus und deshalb mache ich mir keine Sorgen. Wir werden unsere Heimspiele auch wieder gewinnen.

Sport1.de: Zu Ihnen persönlich: Sie gehören zu den besten Zweitligaspielern der Hinrunde. Wie sehen Sie selbst Ihre Leistung?

Feulner: Ich habe eine sehr gute Hinrunde gespielt, aber jetzt ist es natürlich an der Zeit, das zu bestätigen. Auf der jetzigen Position spiele ich noch nicht lange und will mich deshalb weiter verbessern und konstanter werden.

Sport1.de: Ist tatsächlich der Wechsel von der Außenbahn ins defensive Mittelfeld für Ihren Leistungsanstieg verantwortlich? Sie sprechen ja auch vom besten Markus Feulner, den es je gab.

Feulner: Absolut. Ich fühle mich auf der Position richtig wohl, habe das auch in der Jugend schon gespielt. Da kann ich meine Stärken in der Balleroberung und im schnellen Spiel nach vorne voll einbringen. Es kommt mir zu Gute, wenn ich das Spielfeld vor mir habe und nicht im Rücken, oder an der Außenlinie stehe. Da kann ich defensiver agieren und über die Zweikämpfe ins Spiel kommen - und das zeichnet mich dann auch aus.

Sport1.de: Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Feulner: Was meine Zukunft anbelangt, habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Es werden noch Gespräche mit Mainz 05 geführt, außerdem zeigen einige Bundesligisten Interesse. Aber da muss man sich erst noch zusammensetzen. Für mich ist erstmal wichtig, dass wir gut in die Rückrunde starten, alles Weitere werden wir im Verlauf der Saison sehen.

Sport1.de: Einen ersten Schritt in Richtung Aufstieg können sie schon am Montag machen. Dann steht das Topspiel und Derby gegen Kaiserslautern an. Wie können sie dort bestehen?

Feulner: Ähnlich wie in Freiburg müssen wir aus einer sehr kompakten Mannschaftsleistung heraus agieren. Dann müssen wir unser Spiel nach vorne durchziehen und aktiv werden. Wenn wir mutig und aggressiv auftreten, haben wir sehr gute Chancen dort zu bestehen.

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