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Holger Fach trainiert seit April 2008 die Augsburger © imago

Bayern-Derby in Augsburg gegen Nürnberg. Ein zweites Derby steigt in Osnabrück. Koblenz will auswärts den ersten Sieg.

Von Thorsten Mesch

München - Es gibt sicher gemütlichere Orte, an denen man den Freitagabend (ab 17.45 Uhr LIVE) verbringen kann als das Augsburger Rosenau-Stadion.

Doch trotz Schnee und Kälte: Die Fans sind heiß auf ihren FCA. Mehr als 21.000 Karten wurden bis zum Freitagmorgen für das erste Rückrundenspiel gegen den 1. FC Nürnberg verkauft.

Doch das liegt nicht in erster Linie daran, dass die Partie ein regionales Derby ist.

Vielmehr an der Erfolgsserie des FC Augsburg: Als Tabellen-Sechster hat der FCA nur drei Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. Vier Zähler sind es auf Platz eins.

Fünf Siege in Serie

Seit zehn Spielen ist die Mannschaft von Trainer Holger Fach ungeschlagen, die letzten fünf Partien der Hinrunde wurden allesamt gewonnen. Und so soll es weitergehen.

"Wir wollen aggressiv auftreten und die Initiative ergreifen und das Spiel gewinnen", kündigt Fach an und ergänzt selbstbewusst: "Nürnberg ist topp besetzt, dennoch ist jeder für uns schlagbar."

Trotz der beeindruckenden Siegesserie sieht Fach sein Team gegen den Club nicht als Favorit. "Der Druck liegt beim Gegner, weil der unbedingt aufsteigen muss", sagt Fach, der Nürnbergs Trainer bestens kennt.

Zusammen beim Trainerlehrgang

Zusammen mit Michael Oenning absolvierte Fach den Trainer-Lehrgang in Köln, als Fach Chefcoach beim VfL Wolfsburg war, war Oenning sein Co-Trainer.

Ähnlich wie Fach mit dem FCA legte Oenning mit dem FCN einen Fehlstart hin. Doch nach den anfänglichen Problemen haben sich seit sechs Spielen ungeschlagenen Franken auf Platz acht verbessert. Mit einem Sieg würde der Club sogar schon am FCA vorbeiziehen.

"Wir sind gut drauf und fahren mit breiter Brust zum Derby", sagt Oenning, "spielerisch sind wir nach der Vorbereitung einen ganzen Schritt weiter, das müssen wir jetzt aber auch zeigen."

Heimkomplex bei Osnabrück

Zeigen will auch der VfL Osnabrück seinen Fans etwas. Die sahen nämlich an der Bremer Brücke seit dem 2:1 gegen Oberhausen am 17. Oktober keinen Heimsieg mehr.

Gegen den FC St. Pauli soll der Heimkomplex endlich überwunden werden. Die Osnatel-Arena ist vor dem 82. Duell beider Teams seit Wochen ausverkauft.

"Das wird ein ganz heißes Spiel. Wir müssen in Osnabrück richtig viel investieren, um dort etwas zu holen", sagt St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.

Den sechsten Heimsieg der Saison will Rot-Weiß Oberhausen gegen die TuS Koblenz einfahren. Die auswärts noch sieglosen Gäste brauchen jeden Punkt, schließlich steht Koblenz mit nur 14 Punkten auf Platz 16.

Sport1.de hat die Fakten zu den Freitagsspielen:

FC Augsburg - 1. FC Nürnberg:

Die seit zehn Spielen ungeschlagenen Augsburger beendeten die Hinrunde mit fünf Siegen in Serie. Nürnberg ist bereits seit sechs Partien unbesiegt (drei Siege, drei Unentschieden). (In der Hinrunde: 1:2)

Bei Augsburg fehlen Roland Benschneider, Ingo Hertzsch, Marco Küntzel und Daniel Baier verletzungsbedingt.

Der Club muss auf die Langzeitverletzten Andy Wolf und Matthew Spiranovic sowie Jose Goncalves und Aleksandar Mitreski verzichten.

VfL Osnabrück - FC St. Pauli:

Osnabrück konnte keinen seiner letzten fünf Heimauftritte gewinnen. Die letzten vier Heimspiele

endeten jeweils 1:1. St. Pauli kassierte in jedem seiner bislang acht Saison-Auswärtsspiele mindestens ein Gegentor. (2:2)

Für Osnabrücks Marvin Braun ist die Partie ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub. Braun wechselte im Sommer 2008 von Hamburg zu den Niedersachsen.

Der VfL muss neben dem gelb-gesperrten Omodiagbe auf Cichon, Reichenberger, Trehkopf und Schäfer verzichten. Bei den Gästen fehlen Ebbers, Eger (beide mit Problemen der Achillessehne) und Kalla (Adduktoren).

Rot-Weiß Oberhausen - TuS Koblenz:

Oberhausen konnte vor der Winterpause nur eine seiner letzten fünf Partien gewinnen.

Koblenz fuhr in acht Auswärtsauftritten nur zwei Zähler ein und ist damit das schwächste Auswärtsteam der gesamten Liga. (0:3)

Oberhausen muss ohne weiter aus Semmler (Reha nach Kreuzbandriss), Luz (Knie) und den nicht berücksichtigten Robben auskommen.

Die TuS reist ohne Lomic (Rotsperre), Ndjeng (Muskelfaserriss), Nessos (Patellasehne), Bender (Knöchelbruch), Mader (Blinddarm), M'Boma (Oberschenkel) und Quedraogo (nicht berücksichtigt) an.

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