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Stefan Wächter absolvierte bislang 29 Spiele für Hansa Rostock © getty

Kaiserslautern suspendiert einen Neuzugang und in Rostock gibt es vor dem Rückrundenstart Streit im Tor. Die Zweitliga-Splitter.

München - Trainer Milan Sasic vom 1. FC Kaiserslautern (zum Winterfahrplan) hat den tschechischen Neuzugang Jiri Bilek am Freitag wegen "unprofessionellen Verhaltens" suspendiert.

"Das gilt bis auf weiteres", erklärte Sasic drei Tage vor dem Gipfeltreffen der Pfälzer am Montag gegen den punktgleichen Spitzenreiter FSV Mainz 05.

Sasic wollte sich nicht weiter zu den Hintergründen der Suspendierung äußern. Allerdings wird spekuliert, dass Bilek eine Verletzung nicht professionell behandeln ließ.

Der FCK hatte den Mittelfeldspieler in der Winterpause für eine geschätzte Ablösesumme von 575.000 Euro vom tschechischen Klub Slovan Liberec verpflichtet. Der 25-jährige unterschrieb bis zum Sommer 2012.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus der Zweiten Liga zusammengefasst.

Kucukovic verlässt 1860 München

Stürmer Mustafa Kucukovic verlässt 1860 München und wechselt mit sofortiger Wirkung zum französischen Erstligisten Grenoble Foot 38.

Kucukovic werde vorbehaltlich des Bestehens der sportärztlichen Untersuchung beim Tabellen-Zwölften der Ligue 1 einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011 unterschreiben, teilten die "Löwen" am Freitag mit.

"Für 1860 München und den Spieler ist es die beste Lösung. Er besitzt zwar großes Potenzial, konnte dies bei uns aber leider zu selten abrufen. Wir wünschen ihm nun in Frankreich die sportliche Entwicklung, die ihn in seiner Karriere einen Schritt voran bringen wird", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter.

Aachen verpflichtet Oussale

Alemannia Aachen (zum Winterfahrplan) hat sich drei Tage vor dem Ende der Winter-Transferperiode die Dienste von Sturmtalent Herve Oussale gesichert.

Der 20-Jährige, der in Burkina Faso beboren wurde, wechselt vom belgischen Zweitligisten FC Brüssel zur Alemannia und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2010.

"Er hilft uns nicht sofort, hat aber etwas, was andere Spieler nicht haben: den unbändigen Drang zum Tor. Er ist technisch beschlagen und schnell", sagte Sportdirektor Andreas Bornemann.

Keine Freigabe für Wächter

Hansa Rostock (zum Winterfahrplan) hat seinem wechselwilligen Torwart Stefan Wächter die Freigabe verweigert und damit für Unverständnis beim Keeper gesorgt.

"Ich habe keine Chance und muss jetzt in den sauren Apfel beißen", sagte er der "Ostseezeitung", nachdem der Verein am Donnerstag seinem Wechselwunsch nicht nachgegeben hatte.

Hansa habe einen Transfer mit der Begründung abgelehnt, dass man für die Rückrunde mit ihm plane und er für den Trainer ein wichtiger Spieler sei, so der 30 Jahre alte Schlussmann

Torwart auf der Palme

"Und jetzt soll ich auf der Bank sitzen. Das kann ich nicht verstehen", schimpfte Wächter, der noch einen Vertrag bis 2010 besitzt.

Hansa-Trainer Dieter Eilts hatte sich vor dem Rückrundenstart entschieden, weiter auf Jörg Hahnel als Stammtorwart der Rostocker zu setzen. Damit muss Wächter nach seiner neunmonatigen Verletzungspause weiter auf der Bank schmoren.

"Es ist Stefans gutes Recht sich zu äußern. Aber wir nehmen uns das Recht, ihn bei uns zu behalten", erklärte Coach Eilts.

Rosenthal bleibt Boss in Frankfurt

Julius Rosenthal bleibt für weitere drei Jahre Präsident des FSV Frankfurt (zum Winterfahrplan). Auf der Mitgliederversammlung der Hessen wurde der Speditions-Kaufmann von den 192 Stimmberechtigten einstimmig im Amt bestätigt.

Auch den Vize-Präsidenten Wolfgang Kurka, Willi Hebbel, Ludwig von Natzmer und Walter Schimmel wurde erneut das Vertrauen geschenkt. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 23. April soll nun der definitive Beschluss gefasst werden, Teile der Fußball-Abteilung in eine Kapital-Gesellschaft auszugliedern.

Positiv fiel zudem die finanzielle Bestandsaufnahme aus. Die Schulden in Höhe von rund 517.000 Euro, die den FSV zu Beginn der laufenden Saison noch belasteten, sind inzwischen abgebaut.

Hoffnung auf Finanzspritze

Nach der Festlegung des Verteilerschlüssels für die Bundesliga und Zweite Liga durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) dürfen sich die Zweitliga-Klubs Hoffnung auf eine nachträgliche Finanzspritze machen.

Sollten die gesteckten Wachstumsziele in der internationalen Vermarktung übertroffen werden, wird der Ligavorstand zu gegebener Zeit über die Verwendung ausschüttungsfähiger Mehrerlöse entscheiden.

"Sollte die Grenze von 30 Millionen Euro überschritten werden, ist eine Partizipation der Zweiten Liga nicht ausgeschlossen", sagte Präsident Harald Strutz vom Zweitligisten FSV Mainz 05. Der Vizepräsident des Ligaverbandes lobte den Abschluss als "gutes Ergebnis", die Auslandserlöse verbleiben aber zunächst bei der Bundesliga.

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