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Martin Amedick (l.) und der FCK erkämpften im Hinspiel in Mainz ein 3:3 © getty

Dem Sieger des Südwest-Derbys zwischen Lautern und Mainz winkt Platz eins. Nach dem irren Hinspiel brennen die 05er auf Revanche.

Von Martin Hoffmann

München - Der Versuchung, den Montagsschlager der Zweiten Liga verbal noch anzuheizen, hat der Mainzer Manager widerstanden.

"Das ging in der Vergangenheit schon einmal schief", erklärte Christian Heidel der "Allgemeinen Zeitung" vor der Auswärtsreise nach Kaiserslautern:

"Deshalb halten wir diesmal schön die Klappe, sind ganz brav."

Aber das Spitzenspiel zwischen Lautern und Mainz (Mo., 20 Uhr LIVE) braucht auch gar nicht mehr Brisanz, als es ohnehin schon hat.

Es spielt der Erste gegen den Zweiten der Hinrunde, es geht um die Tabellenspitze und es ist ein Derby - heißer kann das erste Montagsspiel 2009 also kaum sein.

"Wir haben was gutzumachen"

Und dann ist da ja noch die Erinnerung an das irre Hinspiel: Mainz lag schon mit 3:0 in Führung, ehe sich die "Roten Teufel" zurückkämpften und dem Fast-Aufsteiger der Vorsaison noch ein 3:3 abrangen.

"Wir haben noch was gutzumachen", meint Mainz-Coach Jörn Andersen daher: "Wir haben bei uns damals zwei Punkte verschenkt, das möchten wir möglichst am Montag regeln."

In Lautern hält man den Ball dagegen betont flach. "Wir liegen sicherlich nicht auf Augenhöhe mit Mainz", erklärt FCK-Chef Stefan Kuntz: "Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen und wie knapp wir den Verein vor dem Niedergang bewahrt haben."

Beste Heimelf gegen die beste Auswärtself

Wo Lautern herkommt, ist die eine Sache. Der Weg auf dem der Klub momentan ist, eine andere. Nur wegen des schwächeren Torverhältnisses hat der FCK die Hinrunde als Zweiter hinter Mainz beenden müssen.

Gerade zu Hause sind die Pfälzer eine Macht: Seit 13 Spielen ist der FCK auf dem Betzenberg ungeschlagen, elf davon gewann er. Der zuvor so ramponierte Ruf des Stadions als "Rote Hölle" ist wiederhergestellt.

Aber die beste Heimelf trifft am Montag auf die beste Auswärtself: Mainz hat sechs seiner neun Spiele in der Fremde gewonnen.

Viele neue Gesichter

Neben der Derby-Brisanz bringt das Spitzenspiel auch den Reiz des Neuen mit. Der FCK hat im Winter Bochums Danny Fuchs fürs linke Mittelfeld, den Ex-Auer Fabian Müller für die Flügel und die Bremer Leihgabe Said Husejinovic für die Offensive verpflichtet.

Kurz vor Transferschluss ist auch noch der Bosnier Dario Damjanovic fürs defensive Mittelfeld dazu gekommenn, er ist gegen Mainz aber noch nicht spielberechtigt.

Ebenfalls nicht dabei ist der wegen "unprofessionellen Verhaltens" schon kurz nach seiner Verpflichtung suspendierte Tscheche Jiri Bilek.

"Jogi" Löw vor Debüt

Mainz war auf dem Transfermarkt zurückhaltender, hat sich aber immerhin einen Routinier von Bundesliga-Herbstmeister Hoffenheim gegönnt.

Der Ungar Zsolt "Jogi" Löw könnte auch direkt auf der linken Mittelfeldseite zum Einsatz kommen.

Sein Konkurrent Elkin Soto erlitt nach dem Pokalsieg gegen Freiburg einen Schwächeanfall, sein Einsatz ist ungewiss.

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