Köln: Über die Auswärts-Teufel nach oben
Von Christian Stüwe
München - Den 1. FC Köln und den 1. FC Kaiserslautern verbindet so Einiges.
Beide Gründungsmitglieder der Bundesliga blicken auf eine lange und erfolgreiche Geschichte inklusive Deutscher Meisterschaften zurück.
Doch in den letzten Jahren wurden die beiden Traditionsklubs zu Fahrstuhlmannschaften und stiegen in der vergangenen Saison gemeinsam in die Zweite Liga ab. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Vor dem 96. Duell am Freitag (Fr. ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1) sind die Voraussetzungen nun aber ziemlich verschieden.
Während der FCK mit 20 Punkten auf dem dritten Platz Kontakt nach ganz oben hat, liegt der FC nach einem Fehlstart mit zwölf Punkten im unteren Mittelfeld.
Stanislawski: Spiel gegen Lautern eine Chance
Doch die Tendenz bei den Kölnern ist ansteigend. Am vergangenen Wochenende drehten die Domstädter einen 0:2-Rückstand in Regensburg in einen 3:2-Sieg.
Nun hofft Holger Stanislawski, dass seine Elf nachlegen kann. "Das Spiel gegen Lautern ist jetzt eine große Chance. Wir können ins obere Mittelfeld rücken", erklärte der FC-Trainer.
Dafür muss seine Elf gegenüber dem mühevollen Auftritt in Regensburg allerdings eine deutliche Leistungssteigerung zeigen.
Foda selbstbewusst
"Wir wissen um unsere Qualitäten und lassen uns auch nicht von der Aufholjagd der Kölner am letzten Spieltag in Regensburg aus der Ruhe bringen“, sagte FCK-Trainer Franco Foda, wohlwissend, dass die Lauterer auf fremden Plätzen eine Macht sind.
Zehn Punkte holten die Pfälzer aus den bisherigen vier Auswärtsspielen, die Lauterer sind in der neuen Saison noch ohne Niederlage.
Der FC muss die Serie der "Auswärts-Teufel" besiegen, um nicht weiter im unteren Mittelfeld zu dümpeln.
"Wenn wir vor Weihnachten den Anschluss nach oben finden wollen, dann ist unser Heimspiel gegen Kaiserslautern schon ein wichtiges Spiel", sagte FC-Verteidiger Christian Eichner.
Vom großen Glanz der vergangenen Tage sind beide Klubs derzeit ein ganzes Stück weg.
Spannend dürfte das 96. Aufeinandertreffen aber allemal werden.
Die Fakten zum 11. Spieltag:
• 1. FC Köln - 1. FC Kaiserslautern
Köln hat drei seiner letzten vier Spiele gewonnen (ein Unentschieden). Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Lauterer blieben in dieser Spielzeit bislang erst einmal ohne Gegentor (0:0 gegen 1860 München am dritten Spieltag).
Von den bislang 95 Duellen zwischen Köln und Kaiserslautern endeten nur drei mit 0:0, zuletzt am 9. August 1997 in der Bundesliga.
• FC Ingolstadt - VfR Aalen
Die zuletzt dreimal ungeschlagenen Ingolstädter haben von ihren bislang fünf Heimpartien nur eine gewonnen (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).
Aalen hat wie Ingolstadt auswärts mehr Zähler geholt (9) als im heimischen Stadion (7).
• Energie Cottbus - 1860 München
Die Cottbuser haben in den jüngsten drei Auftritten nur einen Zähler eingefahren.
Von den bislang 16 Aufeinandertreffen mit dem TSV gewannen die Lausitzer nur fünf (drei Unentschieden, acht Niederlagen). Die Münchner, die mit sieben Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga stellen, blieben zuletzt zweimal sieglos (ein Unentschieden, eine Niederlage). (In der Vorsaison: 0:5 und 0:2)
(alle Spiele Fr. ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER und ab 22.30 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)
• Eintracht Braunschweig - Hertha BSC
Der ungeschlagene Spitzenreiter Braunschweig hat seine bislang fünf Saison-Heimpartien gewonnen, vier davon ohne Gegentor. Hertha ist seit acht Begegnungen unbesiegt (sechs Siege, zwei Unentschieden).
Von den letzten sechs Duellen gegen Braunschweig konnten die Berliner nur eines gewinnen (drei Unentschieden, zwei Niederlagen).
• Erzgebirge Aue - VfL Bochum
Aue hat von seinen jüngsten vier Begegnungen nur eine verloren (ein Sieg, zwei Unentschieden). Bochum, das mit nur fünf erzielten Toren die schwächste Offensive der gesamten Liga stellt, ist nach sechs Partien ohne Sieg auf den Relegationsplatz abgerutscht. (2:1 und 0:6)
• SV Sandhausen - MSV Duisburg
Sandhausen hat vier seiner letzten fünf Spiele verloren (ein Sieg), zwei davon ohne eigenen Treffer. Schlusslicht Duisburg, das erstmals in einem Pflichtspiel auf Sandhausen trifft, hat seinen jüngsten Auswärtsauftritt gewonnen (1:0 in Cottbus) und dabei seinen bislang einzigen Saison-Dreier gefeiert.
(alle Spiele Sa. ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)
• FC St. Pauli - Dynamo Dresden
St. Pauli, das seit sechs Partien sieglos ist, spielte zuletzt zweimal Unentschieden.
Beim Debüt des neuen Trainers Michael Frontzeck mussten sich die Hamburger mit einem 1:1 in Paderborn zufrieden geben. Dresden, das noch nie auf St. Pauli gewinnen konnte (zwei Unentschieden, eine Niederlage) hat von seinen jüngsten sieben Auftritten nur einen gewonnen (zwei Unentschieden, vier Niederlagen). (3:1 und 0:1)
• Union Berlin - SC Paderborn
Union ist seit fünf Begegnungen ungeschlagen (drei Siege, zwei Unentschieden). Paderborn spielte zuletzt zweimal Unentschieden.
Von zehn Aufeinandertreffen mit den Berlinern gewann Paderborn sechs (ein Unentschieden, drei Niederlagen). (3:0 und 2:3)
• FSV Frankfurt - Jahn Regensburg
Frankfurt hat in den jüngsten vier Spielen nur einen Zähler eingefahren. Daheim ist der FSV bereits seit elf Partien ungeschlagen (sechs Siege, fünf Unentschieden).
Regensburg kassierte zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Von bislang zehn Duellen mit dem FSV konnten die Regensburger nur zwei gewinnen (drei Unentschieden, fünf Niederlagen)
(So., alle Spiele ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

