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Christoph Drabowski (r.) wechselte 2006 von Hannover 96 zum VfL Bochum © getty

Der VfL bleibt im Tabellenkeller, gewinnt dem Remis auf St. Pauli aber Positives ab. Auch Heim-Coach Frontzeck ist zufrieden.

Hamburg - Seit neun Spielen nicht gewonnen, nur ganze zwei Punkte vom Tabellenletzten entfernt - dennoch hatte Karsten Neitzel, neuer Cheftrainer des VfL Bochum, nach dem schmeichelhaften 1:1 (0:1) beim FC St. Pauli ein gutes Gefühl.

"Wieder haben wir einen Rückstand wettgemacht, was absolut für die Moral der Mannschaft spricht", sagte der Coach und lächelte dazu tapfer.

Doch eigentlich hatte der 44-Jährige nichts zu lachen, denn seine Truppe spielte genauso so, wie man sich einen Tabellen-14. der Zweiten Liga vorstellt:

Es wurde brav gekämpft, viel gelaufen, aber wenig Fußball gespielt. Dazu passte es, dass der alte Haudegen Christoph Dabrowski den Ball mit dem Rücken zum Ausgleichstreffer (55.) über die Torlinie bugsierte.

Dabrowski fordert Sieg

Immerhin gehörte der Routinier zu den wenigen Bochumern, die das Remis am Millerntor nicht nur durch rosarot gefärbte Brillengläser betrachteten:

"Jetzt müssen wir aber weiter Boden gutmachen und am Sonntag gegen Sandhausen endlich gewinnen."

Noch ziert der Neuling das Tabellenende, ein Dreier in Bochum könnte schnell die Rollen vertauschen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Todt bleibt optimistisch

In der ersten Liga waren und sind die Westdeutschen ja schon längst nicht mehr unabsteigbar, nun muss sogar ein Sturz in die Drittklassigkeit ins Kalkül gezogen werden.

Aber auch Manager Jens Todt gab sich nach dem Gastspiel in Hamburg in erster Linie optimistisch: "Jeder Punkt ist wichtig und ein gutes Signal."

St. Pauli verharrt im Mittelfeld

Aber auch bei den Hanseaten stehen die Signale bestenfalls in Richtung Mittelfeld der Tabelle.

Noch am Ende der vergangenen Saison nur knapp am Relegationsplatz vorbeigeschrammt, ist aktuell an solche Tabellenregionen nicht zu denken. Die schnelle Führung durch den Ex-Bochumer Daniel Ginczek (16.) reichte nicht aus, um die Partie vor 20.788 Zuschauern sicher nach Hause zu spielen.

Aber auch Neitzels Trainerkollege Michael Frontzeck war an diesem ungemütlichem Abend schon mit wenig zufrieden:

"Mir war wichtig, dass wir nach dem Ausgleich nicht die Grundordnung verloren und Harakiri gespielt haben. Trotz des verpassten Sieges sind wir in unserer kleinen Serie von fünf Spielen ohne Niederlage dringeblieben."

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