SPORT1-Reporter Fabian Greve sieht St. Pauli in seiner Kolumne auf dem aufsteigenden Ast. Ein Stürmer hat eine großen Anteil.

Was für ein kurioses Gegentor, dieser Ausgleich von Dabrowski.

Mit dem Rücken verlängerte der Bochumer einen Freistoß zum 1:1 ins Tor von Philipp Tschauner. Der Torschütze war sellbst total überrascht und verwundert über dieses krumme Ding, das für St.Pauli einem Hexenschuß gleich kam.

Da die Kiezkicker, wie bereits die gesamte Hinrunde, zu Hause nicht zu Null spielen können, war es nix mit dem erhofftem Dreier.

Immerhin, unter Michael Frontzeck ist die Millerntor-Elf noch ungeschlagen, mit acht Punkten aus den vier Spielen unter dem neuen Coach hat sich St. Pauli "tabellarisch" konsolidiert und steht nun auf Platz elf.

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Es geht also bergauf, wenn auch in kleinen Schritten. Auch gegen Bochum hatten sie die Möglichkeiten zum Sieg, aber das so häufig zelebrierte "Finale Furioso" mit dem entscheidenden Treffer in der Schlußphase blieb diesmal aus.

Auffälligster Mann war für mich Daniel Ginczek. Er hat Marius Ebbers und Mahir Saglik vorne den Rang abgelaufen und ist die klare Nummer eins im Sturm. Sein Führungstor war bereits sein fünfter Saisontreffer, unter Frontzeck hat "Günni" bisher in jedem Spiel getroffen.

Er ist überall zu finden, behauptet die Bälle und ist mit seiner Wucht extrem torgefährlich. Nur in der Chancenverwertung müßte der Ex-Bochumer noch überlegter und abgezockter werden.

Für St. Pauli beginnt jetzt die heiße Phase und ich bezweifle, dass es in der Tabelle einen großen Sprung nach oben gibt.

Drei der nächsten vier Gegner heißen Hertha BSC, Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern! Also die Top Drei der Liga!

Zum Ende der Hinrunde wird es also noch einmal so richtig knifflig. Einerseits besteht die Gefahr wieder unten reinzurutschen, andererseits bietet sich aber auch die Möglichkeit, in diesen Partien zu überraschen und den verpatzten Saisonstart endültig vergessen zu machen.

Um dann mit viel Selbstvertrauen im Rücken in die zweite Sasionhälfte zu gehen. Und zwar nicht dem Rücken, der St. Pauli gegen Bochum so ungemein weh tat.

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