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Jubeltraube: Eintracht Braunschwig war zuletzt vor 28 Jahren in der Ersten Liga vertreten © getty

Die Niedersachsen gewinnen beim FSV Frankfurt. Der Spitzenreiter profitiert dabei von einem Eigentor der Hessen.

Frankfurt/Main - Herbstmeister Eintracht Braunschweig hat am letzten Hinrunden-Spieltag auch auswärts in die Erfolgsspur zurückgefunden.

Eine Woche nach der ersten Saisonpleite in der Fremde gewann der Tabellenführer beim FSV Frankfurt verdient mit 2:1 (2:0) (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Vor 4748 Zuschauern am Bornheimer Hang besiegelten ein Eigentor von Frankfurts Yannick Stark (12.) und ein Treffer von Orhan Ademi (34.) den zwölften Sieg der Gäste in dieser Runde.

Für die Hessen traf lediglich Manuel Konrad (87.).

Sieben Punkte Vorsprung

Die Niedersachsen (40 Zähler) bauten den Vorsprung auf ihren ersten Verfolger Hertha BSC (33) zunächst auf sieben Punkte aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Die Mannschaft zeigt Woche für Woche, dass sie sich nicht von der Spitze schubsen lassen will", sagte Eintracht-Sportchef Marc Arnold. Träume von der Bundesliga seien erlaubt.

"Für den Verein wäre das weltklasse", zollte auch FSV-Trainer Benno Möhlmann Respekt: "Braunschweig ist auf einem sehr guten Weg. Wenn sie so weitermachen, wird sich ein Aufstieg nicht vermeiden lassen."

Zieht Hertha nach?

Allerdings könnte der Erstliga-Absteiger aus der Hauptstadt am Montagabend mit einem Sieg bei Energie Cottbus wieder verkürzen.

Das überraschend stark in die Saison gestartete Team aus Frankfurt kassierte indes die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nutzten die Braunschweiger eine Woche nach dem 1:3 in Cottbus gleich ihre erste Chance.

Braunschweig immer stärker

Eintracht-Kapitän Dennis Kruppke köpfte nach einer Ecke "Pechvogel" Stark an, von dessen Kopf der Ball an die Unterkante der Latte und danach hinter die Linie des FSV-Gehäuses sprang ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige )

In der Folge übernahmen die insgesamt klar überlegenen Niedersachsen, die weiter auf Abwehrchef Deniz Dogan (Adduktorenverletzung) verzichten mussten, die Initiative und kamen folgerichtig zu Gelegenheiten.

Klandt mit Glanzparade

Einen Weitschuss von Mirko Boland lenkte FSV-Keeper Patric Klandt um den Pfosten (20.).

Nach der anschließenden Ecke vergab Braunschweigs Domi Kumbela freistehend aus kurzer Distanz.

Der Schweizer Ademi machte es dann besser, als er einen feinen Steilpass seines Sturmpartners Kumbela verwertete und für die verdiente Zwei-Tore-Führung zur Halbzeit der Elf von Trainer Torsten Lieberknecht sorgte.

FSV ohne Durchschlagskraft

Frankfurts Angreifer Edmond Kapllani hatte die beste Chance der Hausherren. Der Kopfball des Albaners strich aber über die Querlatte (27.).

Nach dem Wechsel mühte sich der FSV, doch die Eintracht blieb zwingender in ihren Aktionen. Kruppke (54.) und Gianluca Korte (62.) hätten für den Herbstmeister alles klar machen können.

Bei den gastgebenden Bornheimern überzeugten Mathew Leckie sowie Klandt.

Boland und Ermin Bicakcic waren die besten Profis im Lieberknecht-Team.