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Benjamin Kern (r.) kam 2010 aus Augsburg zum MSV Duisburg © getty

Der MSV feiert in Paderborn den vierten Sieg und klettert auf Rang 15. Ein Elfer und eine Rote Karte bringen Duisburg auf Kurs.

Paderborn - Der MSV Duisburg hat zum Hinrunden-Abschluss die Abstiegszone verlassen.

Durch ihren dritten Auswärtserfolg mit 2:0 (0:0) beim SC Paderborn kletterten die Meidericher vom Tabellenende auf den 15. Platz und setzten damit nach zuvor zwei Niederlagen in Serie vor der zweiten Saisonhälfte im Kampf um den Klassenerhalt ein Ausrufezeichen. (ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Benjamin Kern (58., Foulefmeter) und Timo Perthel (79.) besiegelten die dritte Heimniederlage der durch eine Rote Karte für SC-Schlussmann Lukas Kruse (56./Notbremse) dezimierten Westfalen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Runjaic erleichtert

"Es herrscht große Erleichterung", sagte MSV-Trainer Kosta Runjaic nach dem Abpfiff: "Wir haben zum richtigen Zeitpunkt das 1:0 gemacht, hatten insgesamt aber auch etwas Glück."

Allerdings richtete der 41-Jährige den Blick auch schon nach vorne: "Für uns ist jetzt von Bedeutung, besser in die Rückrunde zu starten als in die Hinrunde."

Runjaics Paderborner Kollege Stephan Schmidt monierte die Chancenauswertung seines Teams: "Wir haben trotz unserer Möglichkeiten den Treffer nicht gemacht. Der Knackpunkt aber war der Strafstoß, und am Ende der englischen Woche fehlte die Kraft."

Zurückhaltung auf beiden Seiten

Vor 7431 Zuschauern erarbeiteten sich die Gastgeber im ersten Durchgang nach 20-minütiger Zurückhaltung auf beiden Seiten ein leichtes Chancenplus.

MSV-Keeper Roland Müller allerdings verhinderte bei mehreren Gelegenheiten die Paderborner Führung.

Eine konzentrierte Leistung

Nach dem Seitenwechsel verdiente sich Duisburg erst nach Kerns zweitem Saisontor, dem ein Kruse-Foul im Strafraum an Ranisav Jovanovic vorausgegangen war, seinen Vorsprung durch eine konzentrierte Leistung.

Doch brachten auf der anderen Seite die Platzherren, die in den acht vorherigen Begegnungen nur einmal verloren hatten, bei ihren Bemühungen um den Ausgleich nur wenig zustande.

Bei einem Duisburger Entlastungsangriff zu Beginn der Schlussphase beseitigte Perthel mit seinem ersten Saisontreffer die letzten Zweifel am erst zweiten Sieg der "Zebras" aus den vergangenen sechs Spielen.