vergrößern verkleinern
Beim letzten Duell der beiden Teams waren Ronny (l.) und Bittroff bereits dabei © imago

Cottbus will mit den Fans im Rücken dem Favoriten auf die Pelle rücken. Ihr Top-Torjäger meldet sich fit. Hertha bangt um Ronny.

Von Tobias Wiltschek

München - Erst Kaiserslautern, dann Braunschweig, jetzt Hertha BSC.

Mit dem Derby gegen die Berliner (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) geht für Energie Cottbus eine Hinrunde zu Ende, die es in den letzten Spielen in sich hatte.

Mit Ausnahme des SV Sandhausen mussten und müssen die Lausitzer innerhalb von zwei Wochen gegen die derzeit stärktsten Anwärter auf den Bundesliga-Aufstieg ran.

Außerdem ist das Heimspiel gegen den Hauptstadtklub für Energie die dritte Partie innerhalb von neun Tagen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Fußball-Tennis in Cottbus

Rudi Bommer verzichtete daher am Freitag auf eine kraftraubende Trainingseinheit im Freien und ließ seine Jungs in der Halle Fußball-Tennis spielen.

"In einer Englischen Woche am Ende einer Hinrunde ist das Training in Form von Belastung nicht mehr elementar wichtig", erklärte der Cottbuser Coach seine Maßnahme.

"Die Substanz ist da, jetzt geht es darum, den Jungs wieder Freude zu vermitteln."

Denn die war nach der überraschenden 1:3-Niederlage in Sandhausen am vergangenen Mittwoch abhanden gekommen (VEREINSSEITE: Alles zu Ihrem Klub).

Im eigenen Stadion eine Macht

Umso wichtiger ist es für den derzeitigen Tabellenvierten, am Montagabend wieder vor heimischem Publikum anzutreten. Dort ist Energie in dieser Saison eine Macht. Von acht Partien haben sie sechs gewonnen.

Maßgeblich beteiligt an dieser Serie ist Torjäger Boubacar Sanogo, der vor dem Abschluss der Hinrunde mit neun Treffern zusammen mit Lauterns Mohamadou Idrissou die Torschützenliste der Zweiten Liga anführt.

Auf die Stärken des Ivorers können die Lausitzer auch gegen Hertha BSC setzen. Nachdem Sanogo zwei Tage wegen muskulärer Probleme mit dem Training aussetzen musste, konnte er am Sonntag wieder voll mittrainieren.

Kruska wieder dabei

Auch Marc-Andre Kruska ist nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder einsatzfähig.

"Wir müssen und werden uns nicht verstecken. Das Ziel ist, unser Spiel auch gegen Hertha durchzubringen", kündigte Bommer an, der sein Team dennoch als Außenseiter sieht:

"Hertha hat einen Etat, der dreimal so groß ist wie unserer. Und dreimal so viele Zuschauer. Aber die Berliner sind nicht dreimal besser als wir. Das wollen wir zeigen."

Bei einem Sieg könnte Cottbus bis auf zwei Punkte an die zweitplatzierte Hertha und einen Zähler auf die drittplatzierten Lauterer heranrücken.

Einsatz von Ronny fraglich

Die Berliner sorgten sich in den vergangenen Tagen ebenfalls um ihren Top-Torschützen. Nachdem Ronny im Spiel am Donnerstag gegen den 1. FC Köln einen Schlag auf das Knie bekommen hatte, ist sein Einsatz im Stadion der Freundschaft weiterhin ungewiss.

"Wir hoffen, dass unsere Therapeuten ihn bis Montag fit bekommen, denn Ronny ist für unser Spiel sehr wichtig", sagte Trainer Jos Luhukay über den mit sieben Toren bislang erfolgreichsten Herthaner.

Bei Peter Niemeyer, der gegen Köln eine leichte Kopfverletzung erlitten hat, sieht Luhukay indes "keine Probleme".

Luhukay hat Respekt

Seine Mannschaft sei mit Platz zwei voll im Soll auf dem Weg in Richtung Wiederaufstieg, versicherte der Niederländer.

Vor den heimstarken Cottbusern hat er dennoch großen Respekt: "Ich denke, dass die Mannschaft gerade zu Hause gute Leistungen bringt und vom Publikum getragen wird. Dort wachsen sie über sich hinaus. Sie werden hochmotiviert gegen uns auftreten."

Für Luhukay ist es das erste Berlin-Brandenburg-Derby. Er weiß aber offenbar schon, was auf ihn und sein Team zukommt.

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel