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Mike Könnecke (l.) kam 2011 vom VfL Wolfsburg zu Erzgebirge Aue © imago

St. Pauli muss nach dem Aufwärtstrend zuletzt nun einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen. Die Baumann-Truppe klettert auf Rang 13.

Hamburg - Erzgebirge Aue hat sich mit einem Überraschungserfolg beim FC St. Pauli ein Polster zum Relegationsplatz aufgebaut.

Die Mannschaft von Trainer Karsten Baumann siegte am 18. Spieltag der 2. Liga am Millerntor mit 3:0 und hat nun 20 Punkte. Die Hamburger mussten nach zuletzt zwei Heimsiegen einen Rückschlag hinnehmen, sie bleiben bei 21 Zählern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Jan Hochscheidt sorgte in der 50. Spielminute mit einem sehenswerten Distanzschuss für das 1:0 des FCE. (Zusammenfassung ab 22 Uhr in Hattrick - die 2. Liga )

Dem achten Saisontreffer des Mittelfeldspielers ging ein Abwehrfehler von Markus Thorandt voraus, der Hochscheidt ungewollt per Kopf bediente. 35464(DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige)

"Sieg ist zu hoch ausgefallen"

Jakub Sylvestr legte in der 76. Minute aus 18 Metern das 2:0 nach, Andreas Wiegel sorgte für den Endstand (89.).

"Hamburg ist nicht so auf den Schnee eingestellt, das haben wir schon heute Morgen gesehen", sagte Baumann über die schwierigen Platzverhältnisse: "Wir freuen uns darüber."

St. Paulis Coach Michael Frontzeck ärgerte sich: "Der Sieg ist zu hoch ausgefallen, das spiegelt die Spielverhältnisse nicht wieder."

Viel Kampf, wenig Spielkunst

Viel Kampf, wenig Spielkunst: Auf matschigem Boden waren die Hamburger vor 20.740 Zuschauern von Beginn an bemüht, sich mit entschlossener Zweikampfführung Vorteile zu erarbeiten.

St. Pauli spielte auf die Führung und kam in der ersten Hälfte besser mit den widrigen Bedingungen zurecht.

In der 33. Minute versuchte es Christopher Buchtmann per Fernschuss, scheiterte aber am starken Martin Männel im Tor der Gäste.

Aue konzentrierte sich auf die defensiven Zweikämpfe, leistete sich im Spielaufbau aber zunächst zu viele Fehler, um St. Paulis Tor in Gefahr zu bringen.

Erzgebirgler werden belohnt

Nach der Pause spielten die Erzgebirgler plötzlich mit und wurden gleich belohnt. St. Pauli reagierte auf den Rückstand mit wütenden Angriffen, doch Buchtmann zielte in der 52. Spielminute zu ungenau. Auch Ginczek (65.) und Sebastian Schachten (69.) nutzten große Ausgleichschancen nicht und wurde bestraft.

Beste Spieler bei St. Pauli waren Christopher Buchtmann und Sebastian Schachten. Bei den Gästen überragte Männel, auch Hochscheidt zeigte eine starke Leistung.

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