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Sören Brandy (l.) kam vor der Saison aus Paderborn zum MSV Duisburg © imago

Der MSV verschafft sich im Abstiegskampf durch eine furiose Viertelstunde Luft. Regensburg verpasst einen Befreiungsschlag.

Duisburg - Finanziell gerettet, sportlich weiterhin im Aufwärtstrend: Der MSV Duisburg hat mit einem 4:2 (0:2) gegen das Schlusslicht Jahn Regensburg und seinem dritten Sieg in Folge die Chance auf den Anschluss an das Tabellenmittelfeld gewahrt.

Während die Zebras den zweiten Heimerfolg wie eine Befreiung feierten, blieben die Gäste auch das elfte Spiel in Folge ohne Dreier (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Francky Sembolo (11.) und Andre Laurito (40.) hatten die Gäste vor 10.741 Zuschauern in Führung geschossen, bevor Goran Sukalo (52.), Ranisav Jovanovic (61.), Sören Brandy (63.) und Daniel Brosinski (88.) die Partie zugunsten der Zebras drehten.

MSV vergrößert Abstand nach hinten

Der MSV vergrößerte den Abstand zu den Abstiegsplätzen auf sechs Punkte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig getan, haben zu schläfrig agiert. In der Pause hat der Trainer die richtigen Worte gefunden. Der Anschlusstreffer war dann der Auftakt zur Aufholjagd", sagte MSV-Torschütze Jovanovic.

Für Regensburg stand Sicherheit obenan, folglich agierten die Bayern aus einer verstärkten Abwehr und nutzten ihre Chancen vor der Pause eiskalt. Zwei Torchancen nach Standardsituationen genügten für zwei Treffer.

Der MSV hatte insgesamt deutlich mehr vom Spiel und kam durch Zvonko Pamic und Timo Perthel auch zu Möglichkeiten, ließ diese jedoch ungenutzt.

Am Ende wird gezittert

Erst nach dem Anschlusstreffer schöpfte der MSV neuen Mut und erhöhte den Druck. Die Regensburger vermochten sich kaum zu befreien, die Gegentreffer waren eine logische Folge.

In der Schlussphase gerieten die Gastgeber noch einmal in Bedrängnis, weil sie der kraftraubenden Aufholjagd Tribut zollen mussten (35464DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige).

Hellmich als Retter

Wenige Stunden vor dem Anpfiff wurde bekannt, dass Vereinsmäzen Walter Hellmich den MSV mit einer neuerlichen Finanzspritze vor der Insolvenz bewahrt hat.

"Ein Punktabzug ist damit vom Tisch, die Saison gesichert. Die Mannschaft, die sportliche Leitung, das Trainer-Team und auch zahlreiche Fans haben mich gebeten, den Verein nicht sterben zu lassen", sagte Hellmich.

Der Bau-Unternehmer und langjährige MSV-Präsident wird den letzten Teil einer ursprünglichen Fünf-Millionen-Lücke schließen. Mehr als vier Millionen Euro hatte der MSV Duisburg bei einer Sponsoren-Offensive hereingeholt.

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