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Dominick Kumbela (l.) erzielte gegen Union seine Saisontor zehn bis zwölf © imago

Der Braunschweiger erzielt gegen Union drei Tore und sichert der Eintracht die Tabellenführung. Für Berlin trifft Nemec doppelt.

Braunschweig - Ein wie entfesselt agierender Domick Kumbela hat Herbstmeister Eintracht Braunschweig in der Zweiten Liga zurück an die Tabellenspitze geschossen und den Aufstiegsrivalen Hertha BSC auf Rang zwei verdrängt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Treffer des Torjägers in der zehnten, 43. (Foulelfmeter) und 57. Minute ebneten den Weg zum verdienten 4:3 (2:2)-Sieg gegen Union Berlin.

Der Publikumsliebling erzielte seine Saisontore zehn, elf und zwölf, für den vierten Treffer der Gastgeber sorgte Mirko Boland (75.).

"Ich habe versucht, für meine Mannschaft da zu sein", sagte Matchwinner Kumbela bescheiden bei SPORT1 und gab sich mit Blick auf das neue Jahr zurückhaltend: "Wir versuchen, von Spiel zu Spiel zu denken. Die anderen sollen ruhig über den Aufstieg reden."

Neuhaus enttäuscht

Union-Trainer Uwe Neuhaus war enttäuscht: "Wir haben uns in der zweiten Halbzeit nicht mehr befreien können. Unterm Strich ist Braunschweig als verdienter Sieger vom Platz gegangen. Ich würde ja schon gratulieren, aber das gehört sich nicht."

Die Gäste mussten sich nach sieben Spielen ohne Niederlage erstmals wieder geschlagen geben und fielen auf den siebten Tabellenplatz zurück. Die Eintracht (44 Punkte) liegt nach 19. Spieltagen zwei Zähler vor der Hertha (42).

Nemec überrascht Davari

Vor 21.200 Zuschauern hatte Adam Nemec das Team von Coach Uwe Neuhaus fast eine Stunde lang im Spiel gehalten. Der Stürmer brachte seine Mannschaft in der vierten Minute per Kopfball in Führung und überraschte Eintracht-Torhüter Daniel Davari in der 32. Minute mit einem Schlenzer.

Als scheinbar alles entschieden war, machte es Christopher Quiring (90.+1) noch einmal spannend. Zu mehr reichte es aber nicht mehr.

Rassige Partie

In einer über weite Strecken rassigen Partie ging das Ergebnis in Ordnung. Die Platzherren machten den technisch reiferen Eindruck, doch angefeuert von rund 2000 mitgereisten Fans waren auch die Berliner stets gefährlich und konnten durch Konter immer wieder für Entlastung sorgen.

Neben dem brandgefährlichen Kumbela, der den erkrankten Dennis Kruppke als Kapitän vertrat, verdiente sich in der Truppe von Trainer Torsten Lieberknecht Mittelfeldspieler Marc Pfitzner eine gute Note.

Pferzel hat länger Urlaub

Der ballsichere Brasilianer Silvio wusste beim 1. FC Union zusammen mit Nemec am meisten zu überzeugen.

Union-Verteidiger Marc Pfertzel sah die fünfte Gelbe Karte und muss zu Jahresbeginn einmal pausieren.