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Eintracht Braunschweig spielte das letzte Mal in der Saison 1984/85 in der Bundesliga © imago

Nach der Kumbela-Show gegen Union werden bei der Eintracht höhere Ziele angedeutet. Trainer Lieberknecht bleibt geerdet.

Braunschweig - Drei spektakuläre Tore, ein zärtlicher Klaps von Trainer Torsten Lieberknecht auf den kahlen Hinterkopf und der Jubel des Publikums lösten Matchwinner Dominick Kumbela die Zunge - wenigstens ein kleines bisschen.

"Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, wir gucken weiter nur von Spiel zu Spiel und nicht auf die Tabelle", sagte Eintrachts Braunschweigs Torjäger und zwinkerte dabei.

Schließlich spricht wenig dafür, dass die "Löwen" am Saisonende nach 28 Jahren nicht in die Bundesliga zurückkehren. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem sehenswert erspielt und erarbeiteten 4:3 (2:2)-Sieg gegen Union Berlin (Bericht) liegt der drittplatzierte 1. FC Kaiserlautern bereits zwölf Punkte zurück, gar 15 Zähler sind es zu Energie Cottbus auf Rang vier.

"Wird nicht dazu führen, dass wir weniger arbeiten"

Lieberknecht ließ zwar im ersten Jubel über den wichtigen Dreier wie schon vor Wochenfrist in Köln seine Mütze durch die Luft rotieren, wenig später aber war der Coach wieder total geerdet:

"Unsere Gegner sollen sich nicht täuschen. Dass wir als Tabellenführer in die Winterpause gehen, wird nicht dazu führen, dass wir in der Vorbereitung auch nur eine Stunde weniger arbeiten."

Doch aus dem niedersächsischen Kollektiv, das auch ohne mehrere Stammkräfte gegen die Gäste gleich zweimal einen Rückstand aufholte, ragte Kumbela eindeutig heraus.

Kumbela zeigt Bandbreite seines Könnens

Der gebürtige Kongolese präsentierte den 21.200 Zuschauern binnen 47 Minuten die ganze Bandbreite seines Könnens.

Der 28-Jährige traf nach Alleingang (4.), per Foulelfmeter (43.) sowie im Zweikampf mit dem Gegenspieler (57.), insgesamt stehen für Kumbela nun zwölf Saisontore zu Buche.

"Domi ist ein absoluter Führungsspieler mit einem wahnsinnigen Torinstinkt", beschrieb Mittelfeldspieler Mirko Boland die Qualitäten des Afrikaners, auf den bereits mehrere Erstligisten ein Auge geworfen haben.

Der Grund ist simpel: Kumbela ist am Saisonende ablösefrei zu haben.

Arnold will Langfristigkeit

Ein Fall für Braunschweigs sportlichen Leiter Marc Arnold, aber an Vertragsverhandlungen mit dem Herzstück des Aufstiegsaspiranten mag der frühere Bundesliga-Profi noch nicht denken:

"Jetzt wollen wir erst einmal beweisen, dass wir solide wirtschaften und dabei dauerhaft erfolgreich sein können."

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