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Benno Möhlmann will mit Fürth endlich den Aufstieg schaffen © getty

St. Pauli findet in Fürth seinen Meister. Die Franken nutzen gegen harmlose Hamburger ihre Chancen eiskalt aus.

Hamburg - Die SpVgg Greuther Fürth bleibt Spitzenreiter SC Freiburg auf den Fersen.

Die Franken kamen beim FC St. Pauli zu einem völlig verdienten 3:0 (2:0)-Sieg und festigten durch den vierten Sieg in Serie ihren zweiten Tabellenplatz.

"Rabenschwarzer Tag"

Dagegen erhielten die Aufstiegsträume der Hamburger durch die erste Heimniederlage der Saison einen weiteren Dämpfer.

"Fürth hat uns gezeigt, wie effektiv man Fußball spielen kann", sagte St. Paulis Coach Holger Stanislawski. "Wir haben uns einige Möglichkeit erkämpft, aber nicht erspielt. Wir haben heute einen rabenschwarzen Tag erwischt und verdient verloren."

Fürth von Beginn an hellwach

Nach dem 6:1-Kantersieg zum Rückrunden-Auftakt gegen den FC Ingolstadt knüpften die Fürther nahtlos an ihre Leistung aus der Vorwoche an.

Tore von Ivo Ilicevic (8. Minute) und zweimal Stefan Reisinger (30./89.) bescherten den Gäste vor 22.215 Zuschauern im Millerntorstadion - darunter Box-Weltmeister Wladimir Klitschko - ihren zehnten Saisonerfolg.

"Wir waren von der ersten Minute an hellwach und sind mit viel Engagement und Laufbereitschaft ins Spiel gegangen", meinte Doppel-Torschütze Reisinger. "In den Zweikämpfen waren wir sehr aggressiv, dementsprechend ist das Spiel dann auch ausgegangen. Wenn man so couragiert und konzentriert wie heute spielen, können wir den Aufstieg schaffen."

Bruns verschießt Strafstoß

St. Pauli vergab durch einen vom Fürther Torwart Stephan Loboue gehaltenen Foulelfmeter (45.) von Florian Bruns die Chance, noch einmal ins Spiel zurückzufinden.

"Wir sind früh in Rückstand geraten und dann wurde es von Minute zu Minute schwieriger", sagte Bruns. "Mein verschossener Elfmeter war ein Knackpunkt, auch wenn wir auch in der zweiten Halbzeit noch Möglichkeiten hatten."

Pleite gegen Angstgegner

Die Platzherren fanden gegen ihren Angstgegner, den man seit Februar 1998 nicht mehr besiegen konnte, nur schwer ins Spiel.

St. Paulis einzige Tormöglichkeit aus dem Spiel heraus vergab im ersten Durchgang Rouwen Hennings, der bei seinem Schuss das Ziel nur um Zentimeter verfehlte.

Dagegen nutzten die Greuther ihre wenigen guten Chancen kompromisslos aus.

Harmlose Hamburger

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der Kiezklub zwar mit viel Einsatz um den Anschlusstreffer, blieb aber harmlos.

Für Gefahr vor dem Fürther Tor sorgte noch einmal ein Schuss von Fabian Boll, den Daniel Felgenhauer jedoch für seinen schon geschlagenen Keeper auf der Torlinie klären konnte (61.).

Bei den Hamburgern konnten mit Abstrichen die eingewechselten Florian Lechner und David Hoilett gefallen. Beste Akteure bei Fürth waren Torschütze Reisinger und Schlussmann Loboue.

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