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Benjamin Lauth (r.) sorgte mit seinem 7. Saisontor für den Ausgleichstreffer der "Löwen" © getty

1860 erkämpft sich in Mainz nach Rückstand einen Punkt. Der FSV verliert den Anschluss nach oben, Marco Kurz kann durchatmen.

Mainz - Ausgerechnet Krisenklub 1860 München hat mit einer überraschend starken Vorstellung den Aufstiegsambitionen des FSV Mainz 05 einen weiteren Dämpfer versetzt.

Der mittlerweile seit vier Partien sieglose Herbstmeister kam am 19. Spieltag nicht über ein 2:2 (2:1) gegen die engagiert auftretenden "Löwen" hinaus.

Damit liegen die Mainzer bereits drei Punkte hinter Spitzenreiter SC Freiburg.

Kurz kann durchatmen

Die Münchner sicherten durch das Remis zudem den Job von Trainer Marco Kurz.

"Die Leistung der Mannschaft war die beste Antwort auf alle Fragen. Wir sind auf einem guten Weg. Es wäre lächerlich, nach so einer Leistung über den Trainer zu sprechen. Es ist nur schade, dass wir nicht mit drei Punkten belohnt wurden", sagte Münchens neuer Sportdirektor Miroslav Stevic.

"Wir haben eine hervorragende Reaktion gezeigt. Diese Messlatte muss das Team jede Woche abrufen", erklärte Kurz: "Die Vielzahl der Möglichkeiten in der ersten Halbzeit hätte uns locker in Führung gehen lassen müssen."

"Löwen" holen 0:2-Rückstand auf

Florian Heller (4.) und Felix Borja (34.) waren für den FSV erfolgreich. Manuel Schäffler (37.) und Benjamin Lauth (66.) trafen für die fianziell angeschlagenen Münchnern, bei denen sich unter der Woche ein spektakulärer Machtwechsel vollzogen hatte.

Dabei löste Ex-Profi Miroslav Stevic den früheren Nationalspieler Stefan Reuter als Sportdirektor ab und brachte einen Investor mit an die Isar. Seit der Amtsübernahme durch Stevic wird in München heftig über eine Ablösung von Kurz spekuliert.

"Um meine Person mache ich mir nie Sorgen. Ich bin von der Qualität der Truppe überzeugt", meinte Kurz nach dem Spiel gewohnt nüchtern.

Sechzig lässt gute Chancen aus

Die 19.800 Zuschauer im Bruchwegstadion sahen in der ersten Hälfte klar überlegene Gäste. Trotz des frühen Rückstands durch das zweite Saisontor von Heller, dessen Treffer von Neuzugang Delron Buckley vorbereitet wurde, bestimmten die "Löwen" die Partie.

Die Münchner konnten allerdings ihre Chancen durch Daniel Bierofka (15./20.) und Benjamin Lauth (28.) nicht nutzen.

Borja beendet Torflaute

Auch nach Borjas Saisontor Nummer sechs änderte sich nichts an der Überlegenheit der Gäste, deren Bemühungen durch den Treffer von Schäffler endlich belohnt wurden.

Nach dem Anschlusstor des Angreifers, der nach 766 erfolglosen Minuten wieder traf, drängten die Sechziger auf den Ausgleich. Bierofka (38.) und Schäffler (44.) konnten die großen Möglichkeiten aber erneut nicht verwerten.

Bierofka und Aigner stark

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Gastgeber nicht steigern und kassierten durch Lauth den verdienten Ausgleich.

Beste Spieler auf Seiten der Platzherren waren Heller und mit Abstrichen Abwehrchef Nikolce Noveski. Bei den Gästen konnten vor allem Kapitän Bierofka und Stefan Aigner überzeugen.

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