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In der Münchner Allianz Arena haben 69.000 Zuschauer Platz © imago

Die nächste Runde im Arena-Hickhack in München: Uli Hoeneß plädiert öffentlich für einen Auszug von Untermieter TSV 1860.

München - Uli Hoeneß hat dem Münchner Lokalrivalen 1860 München Gespräche über den Ausstieg aus dem Mietvertrag in der WM-Arena angeboten und eine Rückkehr ins Stadion an der Grünwalder Straße angeregt.

"Wenn 1860 aus dem Stadion raus will, dann sollen sie uns eine Frist nennen. Dann werden wir konstruktiv darüber nachdenken", sagte der Manager des Rekordmeisters Bayern München.

Hoeneß erklärte, dass die "Löwen" doch im Olympistadion spielen könnten: "Außerdem gibt es doch das Grünwalder Stadion. Im Aufsichtsrat hat 1860 doch den Bürgermeister und den halben Stadtrat sitzen. Dann sollen sie doch das Grünwalder Stadion ausbauen."

Statt an der bei der Fans geliebten alten Heimstätte trägt der Zweitligist seine Heimspiele in der ungeliebten Arena aus, in der die "Löwen" Mieter des Eigentümers FC Bayern sind.

Das kostet den Verein, der dringend sein jährliches strukturelles Defizit von angeblich drei Millionen Euro verringern will, viel Geld.

Genügend Geld ist da

Löwen-Präsident Rainer Beeck hatte einen Auszug aus der Arena jüngst aber ausgeschlossen, obwohl nach dem Einstieg der Berliner Immobiliengruppe Schwarzer wieder ausreichend Geld für einen möglichen Ausstieg aus dem Stadion-Vertrag zur Verfügung stünde.

Seine Meinung zu Schwarzer hatte Hoeneß zuvor schon preisgegeben und damit für Wirbel gesorgt ("Anfang vom Ende").

"Solche Investoren, die kein, wirklich keinerlei Herz in so einer Sache haben bedeuten den Anfang vom Ende."

Kritik an Stevic

Der Bayern-Manager, der ein großer Kritiker der Entwicklungen vor allem in der englischen Premier League ist, hatte aber nicht nur die emotionale Verbundenheit des Investors in Frage gestellt.

Auch dem neuen Sportdirektor Miroslav Stevic ("Löwen" werfen Reuter raus) hatte er die emotionale Verbundenheit zum Projekt 1860 abgesprochen.

"Ich glaube nicht, dass der jetzt gerade Herzblut da drin hat. Der hat ein paar Euro-Zeichen im Herzen", ätzt Hoeneß.

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