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Frank Pagelsdorf hat mit Hansa schon zwei Mal den Aufstieg ins Oberhaus geschafft © getty

Rostock-Coach Frank Pagelsdorf will beim ersten Zweitliga-Showdown nichts anbrennen lassen, wie er im Sport1-Interview verrät.

Von Manuel Krons

München - Sie stiegen zusammen ab und wollen zusammen wieder zurück ins Oberhaus: Im Spitzenduell der Zweiten Liga sind der MSV Duisburg und Hansa Rostock am Montagabend ,mit einem 2:2 ins Unternehmen direkte Bundesliga-Rückkehr gestartet

Nach einem großen personellen Umbruch seines Teams war MSV-Trainer Rudi Bommer zuversichtlich in die Partie gegangen. "Der Kader ist zusammen gewachsen und die Neuen wurden gut integriert. Wir freuen uns jetzt auf das erste Spiel", sagt Bommer, der allerdings die Verletzung eines wichtigen Akteurs beklagt.

Tobias Willi zog sich am Donnerstag einen Innenbandanriss und Meniskusschaden zu. Der Defensivspieler droht drei bis vier Monate auszufallen.

Frank Pagelsdorf muss langfristig auf Torwart Stefan Wächter (Kreuzbandriss) verzichten, hat aber ansonsten keine Verletzungssorgen.

Im Sport1.de-Interview spricht der 50-Jährige über die Ambitionen seines Teams und die besondere Verantwortung, als einziger ehemaliger DDR-Oberligaverein in der Zweiten Liga zu spielen.

Sport1: Ist es ein Vorteil auswärts zu starten, weil dort der Druck nicht so groß ist?

Pagelsdorf: Eigentlich wünscht man sich für den Saisonstart schon ein Heimspiel. Aber im Endeffekt ist es egal.

Sport1: Wo sehen Sie die Stärken des MSV?

Pagelsdorf: Sie haben sich reichlich verstärkt. Und haben vor allem in der Offensive gute Leute verpflichtet. Ich habe sie vor kurzem noch im DFB-Pokal beim 5:1-Sieg gegen Oberligist Bergedorf 85 beobachtet.

Sport1: Sie haben den Wiederaufstieg als Saisonziel ausgegeben.

Pagelsdorf: Ich habe gesagt, dass es unser Ziel ist, zu den acht, neun Mannschaften zu gehören, die um den Aufstieg mitspielen. Zu diesem Kreis zähle ich den MSV übrigens dazu.

Sport1: Sehen Sie sich in einer Art Schicksalsgemeinschaft mit MSV-Coach Rudi Bommer, der genau wie Sie nach dem Abstieg aus der Bundesliga im Amt bleiben durfte?

Pagelsdorf: Ich habe mit ihm schon in der Jugend-Nationalmannschaft gespielt. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander.

Sport1: Spüren Sie als einziger ehemaliger DDR-Oberligaklub in der Zweiten Liga eine Art besondere Verpflichtung?

Pagelsdorf: Die haben wir sowieso. Wir wissen, dass wir gegenüber unseren Fans eine große Verantwortung haben und dass sie sich nichts sehnlicher wünschen, als wieder in der Bundesliga zu spielen.

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