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Sami Allagui (r.) kam gegen Lars Weissenfeldt nicht zum Zug © getty

Die Franken übernehmen trotz der Nullnummer gegen Frankfurt die Spitze. Ein Frankfurter wird dabei ins Krankenhaus eingeliefert.

Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth hat den Sprung an die Tabellenspitze der zweiten Bundesliga geschafft. Zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen haben die Fürther aber verspielt.

Die Franken mussten sich gegen den Abstiegskandidaten FSV Frankfurt mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Damit gaben sie nach zuletzt vier Siegen in Folge erstmals Punkte ab.

Mit 36 Zählern löste Fürth zumindest bis Montag den punktgleichen SC Freiburg an der Spitze ab, die Breisgauer können mit einem Punktgewinn bei Hansa Rostock aber wieder vorbeiziehen.

Fürth in Unterzahl

Die Frankfurter sammeln derweil weiter eifrig Punkte für den Klassenerhalt. Der FSV, der nach 15 Spieltagen noch mit 9 Zählern abgeschlagen Letzter war, ist seit nun fünf Partien ungeschlagen und rückte mit 20 Punkten auf Platz 14 vor.

Den Gästen kam dabei zugute, dass Fürth nach einer Gelb-Roten Karte für Bernd Nehrig wegen wiederholten Foulspiels ab der 51. Minute in Unterzahl agieren musste.

Mokhtari ins Krankenhaus

Überschattet wurde die Partie vor 6300 Zuschauern vom schweren Zusammenprall des Frankfurter Mittelfeldspielers Oualid Mokhtari mit dem herauslaufenden Fürther Torhüter Stephan Loboue.

"Da kommt ein langer Ball, ich bin ein bisschen vor ihm da. Er rennt mir komplett gegen die Schulter", schilderte Loboue die Situation nach dem Spiel. "Ich dachte, der ist sofort k.o., das war ziemlich heftig. Ich hoffe, er fällt nicht lange aus."

Mokhtari kollabierte an der Seitenlinie und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Gehirnerschütterung oder mehr

"Er ist zusammengeklappt und hat zumindest eine Gehirnerschütterung", sagte der Frankfurter Mannschaftsarzt Dr. Thomas Heddäus. "Möglicherweise ist die Nase gebrochen. Er ist aber vital nicht gefährdet."

Bei den Gastgebern, die kurz vor der Hinausstellung von Nehrig durch Stefan Reisinger die große Chance zur Führung hatten, verdienten sich Loboue und Reisinger die Bestnoten. Auf Frankfurter Seite wussten Angelo Barletta und Youssef Mokhtari zu gefallen.

"Der Gegner hat das sehr clever und die Räume eng gemacht", lobte Fürths Trainer den Gegner.

FSV erwirbt sich Respekt

Das sah auch Loboue so: "Frankfurt muss man ein Kompliment machen. Der FSV hat sich super präsentiert und sich einen Punkt verdient. Auch Torwart Klandt war sehr stark. Daher haben wir unsere Chancen nicht genutzt."

Youssef Mokhtari war nicht nur aufgrund der Verletzung seines Bruders mit dem Punkt nicht wirklich glücklich. "Fürth ist ja sehr heimstark und hat eine bombastische Offensive. Wenn uns vorher einer gesagt hätte, dass wir hier einen Punkt holen, wäre ich damit zufrieden gewesen", meinte er.

"Aber wenn man nun den Spielverlauf sieht ? wir sind ein Mann mehr ? dann muss man das cleverer ausspielen. Wir haben 20 Punkte und brauchen noch 18, um die Klasse zu halten. Wir haben noch 14 Endspiele und dürfen keinen Deut weniger machen als heute."

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