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Vitali Rodionov erzielte in Rostock seinen ersten Doppelpack für Freiburg © getty

Beim souveränen Sieg der Breisgauer trifft ein Joker doppelt. Hansas Abwehr zeigt erneut Schwächen und bleibt auf Platz 16.

Rostock - Der SC Freiburg hat die Tabellenführung zurückerobert, Hansa Rostock rutscht dagegen immer tiefer in die Krise.

Die Breisgauer siegten zum Abschluss des 20. Spieltags in Rostock 3:1 (1:1) und übernahmen mit drei Punkten Vorsprung wieder die Spitzenposition vor der SpVgg Greuther Fürth und dem FSV Mainz 05 (zur Tabelle).

"Verdienter Sieg"

"Ich glaube schon, dass unser Sieg verdient war, obwohl Rostock sehr gut dagegengehalten hat", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt.

"Für die Platzverhältnisse ist sogar der Ball ganz gut gelaufen, und wenn man seine Torchancen so konsequent nutzt, hat man es auch verdient."

Eilts ratlos

Hansa bleibt dagegen mit 18 Punkten auf dem drittletzten Tabellenplatz.

"Es ist schon eine große Entäuschung, denn wir haben ein ordentliches Spiel abgeliefert und dem Gegner Paoli geboten", meinte Hansa-Trainer Dieter Eilts. "Aber wir waren wieder bei Standardsituationen nicht konzentriert genug. Deshalb bin ich momentan etwas ratlos."

Joker Rodionov trifft doppelt

Mittelfeldspieler Tommy Bechmann schoss bei Schneematsch die Gäste bereits in der 3. Minute in Führung, den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Hausherren erzielte der Ex-HSV-Spieler Mario Fillinger (15.).

Der in der 62. Minute für Mo Idrissou eingewechselte Vitali Rodionov machte mit einem Doppelschlag den Sieg der Gäste perfekt (64. und 75.).

"Wir hatten Glück mit der Einwechslung. Wir hatten eine Phase, in der wir zu viele lange Bälle gespielt haben", erklärte Dutt. "Dann habe ich mit Idrissou unseren Kopfball-Zielspieler rausgenommen und Rodionov gebracht. Dann haben wir die Bälle besser in den Fuß gespielt. Rodionov hat es klasse gemacht."

Schwache Hansa-Abwehr

Nur 7000 Zuschauer, Minusrekord bei Hana in deutschen Profiligen seit 14 Jahren, sahen in der ersten Hälfte eine muntere Partie, in der beide Mannschaften sich trotz des schwer bespielbaren Rasens um Kombinationsfußball bemühten.

Die gastgebende Mannschaft von Trainer Dieter Eilts offenbarte aber wie beim Gegentreffer durch Bechmann immer wieder eklantante Schwächen in der ersatzgeschwächten Abwehr.

Eilts beklagt Defizite bei Standards

Die Treffer zum 1:2 und 1:3 waren bereits das sechste und siebte Gegentor nach einem Freistoß.

"Es ist wieder das passiert, was uns letzte Woche in Aachen (3:3, Anm. d. R.) auch schon passiert ist, dass wir uns durch Standardsitiationen um den Lohn unserer Arbeit bringen", sagte Eilts. "Wir machen einfach zu viele unnötige Fouls, die dann zu solchen Situationen führen. Da müssen wir uns in den Zweikämpfen cleverer verhalten", analysierte der Europameister von 1996.

Freiburg lauert auf Konter

Nach den beiden Treffern verflachte die Partie. Die Rostocker überließen dem Team von Trainer Robin Dutt das Spiel und lauerten verstärkt auf Konter.

Die Gäste profitierten im zweiten Durchgang von zwei präzisen Freistößen von Julian Schuster, die Rodionov einmal mit dem Bein und einmal per Kopf ins Tor lenkte.

"Wir haben Hansa bei den Standards bestraft, aber ich glaube, dass Rostock auf einem guten Weg ist", ergänzte Dutt.

Auf Seiten der Gastgeber verdienten sich Hahnel und Mario Fillinger die Bestnoten, bei den Freiburgern überzeugten Joker Rodionov, Schuster sowie Bechmann.

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