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Die Fürther marschieren derzeit in der Zweiten Liga. Aktuell ist das Team Zweiter © imago

Die SpVgg will die Tabellenspitze erklimmen. FSV Frankfurt hat was dagegen. RWO empfängt St. Pauli. Zudem gibt es ein Kellerduell.

Von Mathias Frohnapfel

München - Die Spitze ist zum Greifen nah: Besiegt die Spielvereinigung Greuther Fürth am Freitagabend (ab 17.45 Uhr LIVE) den FSV Frankfurt, sind die Franken Tabellenführer.

Zumindest bis zum Montag, dann kann Freiburg gegen Rostock nachlegen (Spieltag und Tabelle).

Theoretisch dürfte der Coup namens Tabellenführung für die "Kleeblättler" keine allzu schwere Aufgabe werden. Schließlich haben sie in den ersten beiden Rückrundenspielen mit Siegen über Ingolstadt (6:1) und St. Pauli (3:0) überzeugt.ad

"Wir haben Respekt"

Doch Torjäger Stefan Reisinger warnt gegenüber Sport1.de: "Wir haben vor jeder Mannschaft Respekt. Wir versuchen, niemanden zu unterschätzen."

Zudem weiß der 27-Jährige (zum Interview: "Mir ist egal, wer unter uns steht"), dass der FSV Frankfurt zuletzt einen Schritt nach vorn gemacht hat und auf Tabellenplatz 15 geklettert ist. "Es wird für uns keine leichte Aufgabe."

Denn erstmal seit dem sechsten Spieltag stehen die Hessen nach dem 3:1-Sieg über Koblenz nicht auf einem Abstiegsplatz.

FSV will "nicht euphorisch" werden

FSV-Manager Bernd Reisig will sich von dem Zwischenhoch nicht blenden lassen: "Es tut gut, dass wir die Abstiegsränge verlassen haben, aber das kann nach dem nächsten Spieltag schon wieder anders aussehen. Wir sollten deshalb nicht euphorisch werden, es ist nichts erreicht.?

Reisig schätz die Arbeit des Fürther Trainers Benno Möhlmann, dem er einen großen Anteil des Fürther Aufschwungs zuschreibt. "Er ist ein sensationell guter Trainer und der Vater des Erfolges. Seine Handschrift ist deutlich erkennbar."

An der kämpferischen Einstellung der FSVler gegen die Spielvereinigung dürfte dieses Kompliment jedoch wenig ändern.

Rot-Weiß Oberhausen ? FC St. Pauli

Die Oberhausener haben sich vorgenommen, gegen St. Pauli endlich wieder einen Treffer zu landen (Fr. ab 17.45 Uhr LIVE).

In den vergangenen beiden Spielen stand bei Oberhausen die Null in Sturm und Abwehr.

Trainer Jürgen Luginger freut sich zwar über seine gefestigte Defensive, die dem Team zwei Punkte bescherte. Andererseits ist ihm bewusst, dass es zum Siegen nun mal Tore bedarf.

Zunächst einmal dürfte der RWO-Coach aber zufrieden sein, wenn seine Abwehr ihre Aufgabe erledigt. Im Hinspiel verlor Oberhausen mit 1:4.

St. Pauli setzt auf Sicherheit

Abwehrspieler Florian Lechner analysierte gegenüber der "Welt" vor der Partie: "RWO ist deutlich stärker als in der Hinrunde. Die hatten vor der Winterpause eine richtig gute Serie."

Und der Defensivspezialist denkt vor dem Duell zuerst an seine eigenen Aufgaben. "Wir müssen wesentlich enger an den Gegenspielern sein, dürfen ihnen nicht so viel Raum geben wie im Spiel gegen Fürth."

SV Wehen Wiesbaden ? TuS Koblenz

17. gegen 18.: Wenn Wehen Wiesbaden gegen Koblenz antritt, geht es für die beiden Kellerkinder der Zweiten Liga ums nackte Überleben (Fr. ab 17.45 Uhr LIVE). Die Partie dürfte noch brisanter werden, schließlich hat das Duell Derbycharakter.

Nicht nur SV-Trainer Wolfgang Frank erwartet ein Spiel, bei dem die Nerven entscheiden könnten: "Koblenz hat sicher eine deutlich bessere Mannschaft, als der Tabellenplatz aussagt - wir aber auch. Wir müssen ans Limit gehen und brauchen einen Sieg, das ist ja klar", sagte er vor der Begegnung.

Und: "Sicher wird das ein ganz spezielles Spiel, wegen des hohen Drucks auch für die Psyche anspruchsvoll."

"Blaumann anziehen"

Die Koblenzer hoffen indes, dass es bald mit Hilfe der Neuzugänge Zoltan Stieber (Aston Villa), Darko Maletic (Partizan Belgrad) und Renaldo Rama (SK Gramozi) wieder aufwärts geht. Manuel Fischer könnte als Leihgabe vom VfB Stuttgart die benötigten Tore schießen.

Trainer Uwe Rapolder sagt klar, was er von seinem Team erwartet: "Wir müssen morgen den Blaumann anziehen und nicht wie im Ballett auftreten."

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