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Im Hinspiel behielt Freiburg (Eke Uzoma gegen Martin Retov) mit 1:0 die Oberhand © imago

Freiburg will Platz eins zurückerobern. Die Chancen dafür stehen gut. Denn Rostocks Trainer Eilts plagen eklatante Abwehrprobleme.

Von Thorsten Mesch

München - Der SC Freiburg will zum Abschluss des 20. Spieltags am Montag bei Hansa Rostock (ab 20 Uhr LIVE) die Tabellenspitze zurückerobern.

Ein Unentschieden würde den Breisgauern für ihr Vorhaben reichen: Mit 36 Zählern liegt die Mannschaft von Trainer Robin Dutt punktgleich hinter Tabellenführer Greuther Fürth und dem FSV Mainz 05. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Reise an der Ostsee, für den Sportclub der längste Tripp der ganzen Saison, hat sich für die Breisgauer in der Zweiten Liga bisher immer gelohnt: Alle drei Spiele wurden gewonnen.

Allerdings glaubt Dutt auch: Sein Team müsse eine "sehr gute Mischung aus spielerischen Elementen und Leidenschaft" hinkriegen, um in Rostock bestehen zu können".

Beste Abwehr der Liga

Zuletzt hatte sich Freiburg am 18. Spieltag der Saison 2006/07 bei Hansa durchgesetzt. Das Tor beim 1:0-Erfolg erzielte am 22. Januar 2007 Soumaila Coulibaly, der mittlerweile in Griechenland bei PAOK Saloniki sein Geld verdient.

Dieses Mal kommen die Freiburger mit der Empfehlung von drei Siegen aus den letzten vier Partien. Im letzten Auswärtsspiel bei den Münchner "Löwen" behielt Dutts Mannschaft mit 2:0 die Oberhand.

Bei nur 19 Gegentoren stellen die Freiburger zudem die beste Abwehr der Liga. Platz eins in der Rangliste hatte zuvor Nürnberg inne - doch die Franken verloren am Sonntag 2:6 in Aachen.

Rostock schöpft Hoffnung

Rostock, das seit dem 9:0 gegen TuS Koblenz im Oktober nur eine von elf Begegnungen gewann, erzielte beim jüngsten 3:3 in Aachen erstmals seit jenem achten Spieltag mehr als zwei Tore in einem Match.

Auf dem Tivoli hatte Hansa bis zur 81. Minute schon 3:1 geführt, ehe die Alemannia noch ausglich - begünstigt durch Rostocker Unzulänglichkeiten.

"Ohne die Fehler vergessen zu wollen: Wir wollen das Positive aus dieser Partie mit in das kommende Spiel nehmen", sagt Hansa-Trainer Dieter Eilts und gibt sich optimistisch. "Wenn wir uns gegen die Freiburger genauso leidenschaftlich präsentieren wie in Aachen, dann können wir sie besiegen. Allerdings müssen wir die Fehler auf ein Minimum beschränken."

Dutt warnt vor Hansa

Dutt wiederum sieht in den abstiegsbedrohten Norddeutschen einen gefährlichen Gegner. Es sei nur eine Frage der Zeit, "wann Hansa Rostock einen Lauf startet", glaubt Freiburgs Coach. Doch der möge doch erst nach Freiburgs Gastspiel beginnen.

Schwächen hat Dutt beim Gegner vor allem in der Defensive ausgemacht. Genau dort drückt Hansa-Trainer Eilts der Schuh: Ob Abwehrchef Gledson nach seiner Nasenbein-OP schon wieder zur Verfügung steht, entscheidet sich kurzfristig.

Man müsse sehen, wie sich der Brasilianer mit seiner speziell angefertigten Schutzmaske zurechtfindet, so Eilts. Sicher ist dagegen, dass Benjamin Lense (Knieprobleme) und auch Orestes (Zerrung) weiterhin ausfallen. Orestes' Einsatz gegen Freiburg sei "absolut undenkbar", betont der Coach.

Idrissou zurück - Rodionov angeschlagen

Eine etwas ungewöhnliche Alternative wäre, den in der Winterpause verpflichteten Stürmer Henri Myntti als Innenverteidiger einzusetzen. "Auf dieser Position hat er in Finnland häufiger gespielt", erklärt Eilts.

Sein Freiburger Kollege plagen solche Sorgen nicht: Dutt hat höchstens ein "Luxusproblem". Der Konkurrenzdruck im Kader ist groß, fast alle Stammspieler sind an Bord.

Lediglich Neuzugang Vitali Rodionov (Sprunggelenk) ist angeschlagen. Mohamadou Idrissou kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. Ob der Kameruner von Beginn an spielen wird, ist jedoch keineswegs sicher.

Nur Bechmann im Sturm gesetzt

Gesetzt ist für Dutt im Angriff "nur Tommy Bechmann", so der Freiburger Coach. Bechmanns Fallrückzieher zum 1:0 beim 4:1 gegen Osnabrück wurde zum "Tor der Woche" gewählt.

Der Däne ließ unter anderem Martin Retov hinter sich. Der ist ebenfalls Däne - und spielt bei Hansa Rostock.

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