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Vor heimischer Kulisse ist die Hertha in dieser Saison noch unbesiegt © getty

Gegen Bochum will die Hertha ihre beeindruckende Heimbilanz ausbauen. Die Debatte um Stürmer Lasogga lässt Trainer Luhukay kalt.

Von Christoph Lother

München - Zwölf von 17 Heimspielen hat die Hertha bereits hinter sich und die Weste ist nach wie vor blütenweiß.

Als einziges Team der gesamten Zweiten Liga sind die Berliner in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen, holten dabei 28 von 36 möglichen Punkten.

Nur Eintracht Braunschweig liegt in der Heimtabelle noch vor den Hauptstädtern (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Doch nicht nur da: seit ihrem 2:1-Erfolg über Dynamo Dresden am Gründonnerstag (Bericht) führen die Niedersachsen auch die gesamte Tabelle wieder an, verdrängten die Hertha in dieser auf Rang zwei.

Gegen den VfL Bochum (Sa., 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) wollen sich die Berliner den Platz an der Sonne zurückholen - mit ihrem neunten Heimsieg in dieser Saison.

Trio vor Rückkehr in die Startelf

Für eine breite Brust sorgt dabei neben der angesprochenen guten Bilanz im Olympiastadion auch die seit dieser Woche wieder deutlich entspanntere Personalsituation im Team von Trainer Jos Luhukay.

"Die Länderspielpause hat uns gut getan. Die angeschlagenen Spieler konnten sich gut regenerieren - jetzt haben wir wieder alle Mann an Bord", erklärte Mittelfeldspieler Fabian Lustenberger in der "Berliner Zeitung".

So könnten die zuletzt fehlenden Peter Niemeyer, Peer Kluge und John Anthony Brooks gegen Bochum allesamt in die Startelf zurückkehren.

Heiße Diskussionen um Lasogga

Ob auch Stürmer Pierre-Michel Lasogga gegen den VfL mal wieder von Beginn an auflaufen wird, ließ Luhukay unterdessen offen.

Nachdem ihr Sohn die vergangenen beiden Partien komplett auf der Reservebank verbracht hatte, stellte Lasoggas Mutter und gleichzeitige Beraterin zwar die Arbeit des Berliner Trainers in Frage und drohte zudem mit einem Wechsel des 21-Jährigen im kommenden Sommer.

Beeindrucken ließ sich Luhukay davon aber offenbar nicht.

"Pierre wird genauso bewertet wie jeder einzelne Spieler im Aufgebot. Er ist ein volles Mitglied. Er muss sich genauso für den 18er-Kader oder die Startelf empfehlen wie jeder andere Spieler auch. Da mache ich für keinen Spieler eine Ausnahme", betonte er in der "Berliner Morgenpost" und fügte hinzu: "Wir wissen, was wir da machen."

Neitzel: "Haben nicht die Hosen voll"

Ganz andere und vermutlich auch weitaus größere Sorgen herrschen derweil in Bochum.

Nach zuletzt vier sieglosen Partien in Folge richtet der VfL den Blick gezwungermaßen wieder steil nach unten, der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt gerade mal zwei magere Zähler.

Dennoch habe man bei der Reise nach Berlin "nicht die Hosen voll", wie Coach Karsten Neitzel versichert.

Vielmehr sei es das Bochumer Ziel, "die geplante Aufstiegsfeier der Hertha am 21. April um eine Woche nach hinten zu verschieben".

Bochum personell wieder gut gerüstet

Die Nachricht, dass die zuletzt angeschlagenen Defensivkräfte Marcel Maltritz und Jonas Acquistapace in der Hauptstadt wohl wieder zur Verfügung stehen, kam Neitzel dabei gerade recht.

Erstmals seit langer Zeit kann der 45-Jährige wieder personell aus dem Vollen schöpfen, und sagt: "Jetzt sind wir endlich in der Situation, in der wir ein bisschen basteln können."

Zum Beispiel an der erfolgreichen Verhinderung einer Berliner Meisterfeier Mitte April.

SPORT1 hat die Fakten zu den Partien des 27. Spieltags:

SAMSTAG:

Hertha BSC - VfL Bochum

Hertha hat drei seiner jüngsten vier Heimpartien gewonnen (ein Unentschieden).

Bochum hat dagegen keines seiner vergangenen vier Spiele für sich entschieden (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Von den bislang 24 Pflicht-Begegnungen bei Hertha konnte der VfL nur drei gewinnen (acht Unentschieden, 13 Niederlagen). (In der Hinrunde: 2:0)

FC Ingolstadt - MSV Duisburg

Von den jüngsten sechs Partien hat Ingolstadt nur eine gewonnen (drei Unentschieden, zwei Niederlagen). Gegen den MSV hat Ingolstadt bislang nur eines der sieben Pflichtspiele für sich entschieden (drei Unentschieden, drei Niederlagen).

Duisburg hat zwei seiner vergangenen drei Auftritte gewonnen (eine Niederlage). (In der Hinrunde: 2:0)

(beide Spiele Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

SONNTAG:

1. FC Köln - Jahn Regensburg

Köln ist seit 14 Begegnungen ungeschlagen (acht Siege, sechs Unentschieden) und blieb dabei neunmal ohne Gegentor.

Schlusslicht Regensburg, das erstmals in einem Pflichtspiel bei den Domstädtern antritt, wartet seit fünf Partien auf seinen fünften Saison-Erfolg. (In der Hinrunde: 3:2)

FSV Frankfurt - Union Berlin

Frankfurt erspielte sich in seinen vergangenen drei Heimspielen sieben Punkte.

Union holte aus den jüngsten vier Auswärts-Auftritten nur einen Zähler. Die "Eisernen" konnten bislang noch nie ein Pflichtspiel beim FSV gewinnen (ein Unentschieden, zwei Niederlagen). (In der Hinrunde: 0:1)

SV Sandhausen - 1. FC Kaiserslautern

Sandhausen, das in jedem seiner vergangenen sieben Partien mindestens ein Gegentor kassierte, hat seine letzten beiden Auswärtsauftritte verloren.

Kaiserslautern blieb in den jüngsten drei Auswärts-Begegnungen sieglos (zwei Unentschieden, eine Niederlage). (In der Hinrunde: 1:3)

(alle Spiele So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und die Zusammenfassung der Sonntagsspiele ab 19.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga)

MONTAG:

FC St. Pauli - SC Paderborn

Nach zuvor drei Siegen kassierte St. Pauli zuletzt eine 2:4-Niederlage bei Union Berlin.

Paderborn, das vier seiner bislang fünf Pflichtspiele bei den Hamburgern verlor (ein Sieg), gewann zwei seiner letzten drei Auswärtsspiele (eine Niederlage). (In der Hinrunde: 1:1)

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

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