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Domi Kumbela (M.) wurde 2010/11 mit 19 Treffern Drittliga-Torschützenkönig © getty

Nach dem Sieg gegen Dresden steht der Bundesliga-Rückkehr der Eintracht nicht mehr viel im Weg. 1860 wahrt die letzte Chance.

Braunschweig - Erst drei Punkte gegen Dynamo Dresden, dann drei freie Tage zur Belohnung - das frohe Osterfest begann bei Eintracht Braunschweig schon nach dem Auslaufen am Karfreitag.

"Diese Pause wird den Jungs guttun vor dem Knaller in Berlin", sagte Trainer Torsten Lieberknecht nach dem schwererkämpften 2:1 (1:1)-Erfolg gegen die abstiegsbedrohten Sachsen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Scheinbar unbeirrt, aber auch mit dem notwendigen Glück streben die Niedersachsen der Rückkehr in die Bundesliga nach 28 Jahren Zweit- und Drittklassigkeit entgegen.

Und sie können sich eben auf Domi Kumbela verlassen.

Der Torjäger erzielte zum 2:1-Endstand bereits seinen 17. Saisontreffer und gab sich anschließend selbstbewusst: "Wir denken von Spiel zu Spiel, haben aber auch das Ziel, die Saison ohne weitere Niederlage zu beenden."

Noch elf Punkte

Angesichts von 14 Punkten Vorsprung auf den drittplatzierten 1. FC Kaiserslautern brauchen die Niedersachen nur noch elf Punkte aus den restlichen sieben Begegnungen, um den Aufstieg zu fixieren - eine machbare Aufgabe.

Dieser elf Punkte bedürfte es aber auch nur dann, wenn die Lauterer alle verbleibenden Spiele gewinnen würden.

Trotzdem nahm Lieberknecht den Dreier gegen die unter Wert geschlagenen Gäste gerne mit: "Weil wir davon ausgehen müssen, dass Kaiserslautern und auch der 1. FC Köln am Sonntag ihre Spiele gewinnen werden."

Top-Spiel gegen Berlin folgt

Fast noch wichtiger als die drei Zähler war dem Coach die Reaktion auf den frühen Rückstand nach nur acht Minuten. "Da hat sich die Mannschaft gut gestrafft", sagte Lieberknecht.

Angesichts der Dominanz des neuen Tabellenführers und des vorerst entthronten Spitzenreiters Hertha BSC Berlin geht es im direkten Duell am 8. April im Olympiastadion mehr um das Prestige als um den Bundesliga-Aufstieg.

"Löwen" wahren Chance

Zumindest den Relegationsplatz drei hat man auch noch beim TSV 1860 München nach dem 1:0 (0:0)-Sieg bei Erzgebirge Aue im Blick.

Dennoch war Trainer Alexander Schmidt nicht rundum zufrieden mit seinen "Löwen": "Am Ende waren es nur Nuancen, die für uns gesprochen haben. Wir mussten unnötigerweise bis zum Schluss zittern."

Dagegen ist Energie Cottbus aus dem Rennen um Platz drei so gut wie ausgeschieden. Trotz klarer Überlegenheit kamen die Lausitzer gegen den Neuling VfR Aalen nicht über ein mageres 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus.

Dennoch will man sich beim ehemaligen Bundesligisten in den restlichen Spielen nicht hängen lassen.

"Auch wenn jetzt scheinbar weder nach oben noch nach unten mehr etwas geht, müssen wir weiter Gas geben. Das sind wir dem Verein und den Fans schuldig", sagte Torhüter Thorsten Kirschbaum.