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Christian Clemens (l., mit Daniel Royer) kommt aus der Jugendabteilung des 1. FC Köln © getty

Die Spannung wird immer größer. Der FC hat Lautern als Tabellendritten abgelöst, am Freitag treffen beide aufeinander.

Köln/Kaiserslautern - Kaum hatten der 1. FC Köln und der 1. FC Kaiserslautern die Plätze getauscht, begannen die Vorbereitungen auf den Showdown um Rang drei in der 2. Fußball-Bundesliga.

"Wir sind in der Lage, Köln zu Hause zu besiegen", sagte Lauterns Trainer Franco Foda, der den Sturz auf den vierten Platz nach dem "etwas enttäuschenden" 1:1 beim Abstiegskandidaten SV Sandhausen (Bericht) schnell abhakte und kämpferisch blieb.

Die Kölner versuchten, die Bedeutung des direkten Duells um den Relegationsplatz am Freitag auf dem Betzenberg (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) herunterzuspielen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Schwere Geburt" für Stanislawski

"Das Spiel ist nicht das entscheidende um Platz drei", sagte Kölns Trainer Holger Stanislawski nach der "schweren Geburt" beim hart erkämpften 2:1 gegen Schlusslicht Jahn Regensburg (Bericht).

Allerdings ist die Partie angesichts von einem Punkt Vorsprung auch alles andere als unwichtig - das weiß auch Stanislawski: "Freitagabend auf dem Betzenberg - das ist gefühlte Bundesliga, es gibt Schlimmeres für einen Profifußballer."

Mittelfeldspieler Christian Clemens ist zuversichtlich, dass sich der FC den Vorsprung in den verbleibenden sieben Spielen nicht mehr nehmen lassen wird.

"Jetzt sind wir die Gejagten"

"Jetzt hat sich die Ausgangslage geändert. Jetzt sind wir die Gejagten, und wenn wir so weiterspielen, kann uns niemand aufhalten."

Clemens konnte sich forsche Kampfansagen durchaus leisten. Er war gegen Regensburg mal wieder bester Kölner, obwohl er mit Magenproblemen aufgelaufen war.

Der 21-Jährige holte den Elfmeter heraus, den Thomas Bröker verschoss, bereitete den späten Siegtreffer von Daniel Royer (87.) vor und war auch sonst kaum zu bremsen.

Lob für Clemens

Das tat nach dem Spiel höchstens Stanislawski: "Christian ist derzeit in einer guten Form und da angekommen, wo er die ersten drei Monate nicht war. Er hat eine wahnsinnige Dynamik, aber bei ihm geht es immer noch ein bisschen besser. Wir wollen ihn nicht in Sicherheit wiegen."

Die Lauterer waren derweil bemüht, sich nicht zu lange mit dem Verlust des Relegationsplatzes zu befassen, was ihnen allerdings nicht leicht fiel.

Zu ärgerlich und unnötig war das Remis in Sandhausen gewesen. Mohamadou Idrissou hatte die frühe Führung erzielt (18.), danach lief fast alles schief. Die Pfälzer vergaben große Chancen.

In der 67. Minute wehrte Torwart Tobias Sippel zu allem Überfluss einen Schuss von Alexander Riemann ins eigene Tor ab und verhinderte so den Sieg der Gäste.

Sippel mit verkorkstem Jubiläum

"Bei dem Tor sehe ich blöd aus. Es tut mir leid für die Mannschaft", sagte der frustrierte Sippel nach seinem verkorksten 100. Zweitligaspiel.

Dennoch war auch der Torwart überzeugt, dass die Roten Teufel am Freitag den Spieß auf dem mit knapp 50.000 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Betzenberg wieder umdrehen können.

Angesichts der Spannung vor dem "Thriller auf dem Betze" verblasst das zweite Topduell des 28. Spieltags (Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) schon fast.

Dabei geht es am Montag im Spiel zwischen Tabellenführer Hertha BSC und dem Zweiten Eintracht Braunschweig immerhin um die Zweitliga-Meisterschaft. Die Berliner liegen einen Zähler vor den Niedersachsen - und 13 vor den Kölnern.

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