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Musste in der 72. Minute ausgewechselt werden: Andreas Wolf © imago

Die Saison beginnt für die Nürnberger mit einem Schock-Erlebnis: Kapitän Andreas Wolf muss mit einem Kreuzbandriss vom Platz.

Ingolstadt/Nürnberg - Eigentlich müsste der FC Ingolstadt ein Dankesschreiben an die Deutsche Fußball Liga schicken.

Schließlich haben es die Profis des Aufsteigers dem Verband zu verdanken, dass sie sich die Tabelle der Zweiten Liga nach dem ersten Spieltag einrahmen können - denn ohne den Punktabzug für den Ligakonkurrenten TuS Koblenz würde das Team von Trainer Thorsten Fink nach den Sonntagsspielen nicht ganz oben stehen.

Von diesen Rechenspielen wollte sich beim Liga-Neuling aber niemand die gute Laune nach dem 3:2 gegen die SpVgg Greuther Fürth verderben lassen.

Und wenn es nach Fink geht, wird in Ingolstadt in den kommenden Monaten ohnehin sehr oft eine gute Stimmung herrschen.

Fink mit hohen Zielen

"Wir werden für die ein oder andere Überraschung sorgen", erklärte der frühere Profi von Bayern München.

Auch wenn die Tabelle noch keine Aussagekraft besitzt und Koblenz nach dem 3:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen nur aufgrund der Strafe (drei Zähler Abzug wegen Lizenzvergehen) nicht vorne steht, will Fink während der ganzen Saison den Anschluss an die vorderen Plätze halten.

"Nur nach dem Motto 'Hauptsache nicht absteigen' zu agieren, das ist mir zu wenig", verdeutlichte der Coach.

Favorit geschockt

Eine ähnlich gute Stimmung wie in Ingolstadt herrscht allerdings nicht bei allen Fans im Freistaat.

Zwar hat auch Top-Favorit 1. FC Nürnberg durch das 2:1 gegen den FC Augsburg den ersten Sieg auf dem Weg zurück in die Eliteklasse eingefahren, doch mit der heilen Welt bei den Franken war es am Sonntagabend vorbei.

Die schwere Verletzung von Kapitän Andreas Wolf, der mit einem Kreuzbandriss ein halbes Jahr ausfallen wird, schockte den Club.

Schlecht gelaunter von Heesen

Dabei hätte Trainer Thomas von Heesen diese Hiobsbotschaft gar nicht gebraucht, um schlecht gelaunt zu sein.

Der Coach hatte nach dem glücklichen Erfolg auch so schon genügend Baustellen beim Bundesliga-Rekordabsteiger ausgemacht.

"Einfach wird das nicht"

"Wir müssen noch viel verbessern. Vor allem müssen wir mit einer ganz anderen Einstellung im Mittelfeld in die Zweikämpfe gehen", meinte der Trainer.

Auch Präsident Michael A. Roth war nach dem durchwachsenen Start des FCN vor 39.7000 Zuschauern erst einmal ernüchtert:

"Wir wissen nun, was auf uns in der Zweiten Liga wartet - einfach wird das nicht."

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