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Cristian Fiel (l.) wechselte 2010 von Alemannia Aachen zu Dynamo Dresden © getty

Dresden kann mit einem Sieg gegen St. Pauli den Relegationsplatz verlassen. Gäste-Keeper Tschauner warnt trotz Dynamos Schwäche.

Von Hardy Heuer

München - Nach dem Schlusspfiff in Bochum und der damit verbundenen 0:3-Klatsche gegen Erzgebirge Aue (Bericht) am Freitagabend ist klar:

Dynamo Dresden kann mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli (Sa., 12.45 Uhr im LIVE-TICKER) den Relegationsplatz verlassen. Dafür müssen aber Tore her, doch genau darin liegt das große Problem.

"Ich habe selten eine Mannschaft gesehen, die so oft und so weit daneben schießt. Aber wer die Torschusstechnik nicht kann, dem bringst du sie jetzt nicht mehr bei", kritisiert Dynamos Trainer Peter Pacult die Abschlussschwäche seiner Mannschaft.

"Wir haben keinen, der aus dem Nichts ein Tor macht", beschwert sich Pacult weiter über die harmloseste Offensive der Zweiten Liga: "Wir dürfen aber nicht verkrampfen, uns zu viel Druck aufbauen. Dann werden auch wieder drei Punkte für uns stehen."

Tschauner im Blickfeld

Bei den Gästen, die fünf Treffer und neun Zähler mehr auf dem Konto haben, ist dafür ein ganz neuer Torjäger hinzugekommen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Torhüter Philipp Tschauner traf am Montag im Spiel gegen Paderborn in der Nachspielzeit zum 2:2 und rettete so den Kiezkickern einen Punkt.

"Als ich das Tor gemacht habe, waren das pure Emotionen. Das Stadion ist explodiert, es war ein unbeschreibliches Gefühl", erklärt er.

Trotz Dresdens Abschlussschwäche wird er sich diesmal wieder um das Hüten seines Tores kümmern, anstatt zu stürmen.

"Es wird sicherlich ein sehr intensives Spiel werden. Dresden ist besser als es der Tabellenplatz aussagt, hat gerade offensiv seine Qualitäten. Das haben wir in der ersten Halbzeit im Hinspiel gesehen", warnt Tschauner.

Da hatte St. Pauli mit Ach und Krach 3:2 gewonnen.

Ebbers fällt aus

Während St. Paulis Trainer Michael Frontzeck wieder auf Stürmer Daniel Ginczek, der seine Rot-Sperre abgesessen hat, zurückgreifen kann, wird Marius Ebbers wegen eines Muskelfaserrisses ausfallen.

Für Frontzeck steht gegen Dynamo ohnehin die Defensive im Vordergrund. "Dresden hat insgesamt eine starke Offensive, da müssen wir gut verteidigen", betont der 49-Jährige.

Bei einer Niederlage würde St. Pauli nämlich der Abstiegszone bedrohlich nahe kommen.

SPORT1 hat die Fakten zu den Partien des 28. Spieltags:

SAMSTAG:

Dynamo Dresden - FC St. Pauli

Die Dresdner, die zwei ihrer letzten drei Heim-Auftritte gewonnen haben (eine Niederlage), kassierten zuletzt drei Pleiten in Folge.

Für St. Pauli gab es bislang in Dresden noch nie etwas zu holen (drei Partien, drei Niederlagen, 0:5 Tore).

Hinrunde: 2:3

Jahn Regensburg - FSV Frankfurt

Regensburg ist seit sechs Begegnungen sieglos (zwei Unentschieden, vier Niederlagen).

Frankfurt hat drei seiner letzten vier Auswärtsspiele verloren (ein Sieg), die letzten beiden jeweils mit 0:3.

Hinrunde: 3:1

(beide Spiele Sa., ab 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

SONNTAG:

SC Paderborn - Union Berlin

Von den vergangenen vier Auftritten hat Paderborn nur einen gewonnen (ein Unentschieden, zwei Niederlagen).

Union fuhr in den letzten fünf Auswärtspartien nur einen Zähler ein und kassierte dabei jeweils mindestens zwei Gegentore.

Hinrunde: 1:0

1860 München - Energie Cottbus

Die seit fünf Auftritten ungeschlagenen Löwen (drei Siege, zwei Unentschieden) blieben zuletzt dreimal ohne Gegentor.

Cottbus hat zwei seiner vergangenen drei Auswärtsspiele verloren (ein Sieg).

Die letzten beiden Duelle bei den Münchnern haben die Lausitzer ohne eigenen Treffer verloren.

Hinrunde: 0:1

MSV Duisburg - SV Sandhausen

Duisburg konnte drei der vergangenen vier Spiele gewinnen und hat damit endgültig den Anschluss an das Tabellenmittelfeld geschafft.

Sandhausen hat von seinen letzten sechs Partien nur eine gewonnen (zwei Unentschieden, drei Niederlagen).

Hinrunde: 0:2

(alle Spiele So., ab 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und die Zusammenfassung der Sonntagsspiele ab 19.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga)

MONTAG:

Hertha BSC - Eintracht Braunschweig

Hertha hat von seinen vergangenen 25 Liga-Spielen nur eines verloren (17 Siege, sieben Unentschieden).

Braunschweig feierte zuletzt zwei Siege in Folge. Von bislang 44 Pflicht-Duellen zwischen beiden Teams gewannen die Braunschweiger 15 (16 Unentschieden, 13 Niederlagen).

Hinrunde: 1:1

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

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