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Baris Özbek (l.) wurde 2008 mit Galatasaray türkischer Meister
Unions Baris Özbek (l.) muss weiter auf den ersten Auswärtssieg seit November warten © imago

Erst in der Nachspielzeit kassieren die Eisernen in Paderborn den Ausgleich. Zuvor vergeben die Ostwestfalen Großchancen.

Paderborn - Ein Last-Minute-Gegentor hat Union Berlin die vielleicht letzte Chance im Kampf um den Relegationsplatz gekostet. (So., ab 19.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Die "Eisernen" mussten im Auswärtsspiel beim SC Paderborn in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch Christian Strohdiek noch den hochverdienten 1:1 (1:0)-Ausgleich hinnehmen.

Zuvor hatte der slowakische Stürmer Adam Nemec hatte die Gäste in seinem 100. Zweitligaspiel in Führung gebracht (27.). (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle), ein Sieg

der Unioner wäre aufgrund der Paderborner Dominanz über die gesamte Spielzeit aber äußerst unverdient gewesen.

Frust bei Union

Die Berliner schoben hinterher dennoch Frust, weil der Ausgleich nach einem ungerechtfertigten Eckball fiel - eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Benjamin Brand.

Union-Trainer Uwe Neuhaus ärgerte sich: "Wir wollten einen dreckigen Sieg, und das wäre so einer gewesen." Am Ende könne er aber mit dem Unentschieden leben: "Der Punkt für Paderborn war mehr als verdient, darüber brauchen wir gar nicht zu diskutieren."

Schon der Berliner Führungstreffer war glücklich.

Dem auf der linken Angriffsseite durchgestarteten Nemec rutschte der Ball bei einer Flanke etwas über den Fuß, wodurch er sich über SC-Torhüter Lukas Kruse ins Tor senkte. Beim Ausgleich traf Strohdiek per Kopf im Anschluss an einen Eckball.

Sperre für Kohlmann

Weiterer Wermutstropfen für Union: Verteidiger Patrick Kohlmann kassierte nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (74.) und ist im Ostderby am kommenden Freitag gegen Dynamo Dresden gesperrt.

Vor 7590 Zuschauern hatten die Gastgeber nicht nur die Anfangsphase der Partie beherrscht, sie waren insgesamt wesentlich aggressiver und ballsicherer.

Deniz Naki (17.) und Daniel Brückner (24.) scheiterten jedoch in aussichtsreicher Situation. Die Berliner gaben in der 26. Minute ihr erstes Lebenszeichen ab, als Paderborns Diego Demme den Ball nach einem Schuss von Fabian Schönheim noch von der Linie kratzte.

Beim Führungstreffer eine Minute später hatte Union das Glück dagegen auf seiner Seite.

Yilmaz scheitert

Die Hausherren ließen sich von dem Rückstand nicht schocken und blieben die spielbestimmende Mannschaft.

Stürmer Deniz Yilmaz hätte eine Viertelstunde vor dem Halbzeitpfiff freistehend das 1:1 machen müssen.

Auch kurz nach dem Seitenwechsel versagten dem Deutsch-Türken die Nerven, als er nach einer Ecke aus kurzer Distanz das Tor nicht traf.

Paderborn trifft das Tor nicht

Der Druck der Paderborner wurde im zweiten Durchgang noch größer. Einzig die mangelnde Chancenverwertung dürfte SC-Coach Stephan Schmidt seinem Team ankreiden. In der 51. Minute scheiterte erneut Naki.

Union-Torhüter Daniel Haas rettete sein Team mehrmals in brenzliger Situation, so wie bei der Riesenchance für den eingewechselten Philipp Hofmann (77.).

Beim 1:1 war aber auch Haas machtlos.

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