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Peter Neururer trainierte den VfL Bochum bereits von 2001 bis 2005 © getty

Mit einem alten Bekannten will der Zweitligist den Abstieg vermeiden. Peter Neururer spricht von seiner schwierigsten Aufgabe.

Von Denis de Haas

Bochum - Der VfL Bochum hat seinen Trainer Karsten Neitzel entlassen und Peter Neururer als "Retter" engagiert.

Drei Tage nach dem 0:3 gegen Erzgebirge Aue und dem Absturz auf den Relegationsplatz gab der Verein am Montag diese Personalien bekannt.

Neben Neitzel (45), der am 27. Oktober zunächst als Interimstrainer den Posten vom entlassenen Andreas Bergmann übernommen hatte, muss auch Sportvorstand Jens Todt (43) gehen.

Zuletzt beim MSV

Neururer kehrt 1257 Tage nach seiner Entlassung beim Zweitligisten MSV Duisburg (29. Oktober 2009) in den Profifußball zurück.

Mit dem VfL ist er bestens vertraut: Von 2001 bis 2005 hat er die Bochumer schon einmal betreut, 2004 führte er sie bis in die UEFA-Cup-Qualifikation.

"Keine Hundertstelsekunde gezögert"

"Das ist wahrscheinlich die schwierigste Aufgabe, die ich in meiner Trainerkarriere ja hatte. Aber es ist eine machbare Aufgabe", sagte Neururer, der zunächst bis zum Saisonende verpflichtet wurde, zu SPORT1.

Für Neururer, der im Juni 2012 einen Herzinfarkt erlitten hat, birgt der stressige Abstiegskampf nach eigener Einschätzung kein Gesundheitsrisiko. "Stress habe ich nur, wenn ich nicht arbeite", sagte der 57-Jährige.

Klassenerhalt von zentraler Bedeutung

"Mit Peter Neururer als Cheftrainer wollen wir den Klassenerhalt schaffen, der für den Verein von zentraler Bedeutung ist", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Villis

Um 16 Uhr am Montag wird Neururer (57) an der Castroper Straße auf seiner 14. Profi-Trainerstation offiziell vorgestellt.

Noch sechs Spieltage

Die Trennung von der gesamten sportlichen Führung begründete Villis mit der bedrohlichen Lage.

Der VfL, 2011 noch Teilnehmer an der Aufstiegsrelegation, steckt sechs Spiele vor Saisonende mitten im Abstiegskampf.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Die Ergebnisse der vergangenen Wochen, die derzeitige Tabellensituation und nicht zuletzt der Auftritt der Mannschaft am Freitagabend gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt sind die Grundlagen dieser Entscheidung", sagte Villis.

Neururer wird - außerhalb der Zweiten Liga - SPORT1-Experte bleiben und weiterhin im Mobilat Fantalk das Fußball-Geschehen analysieren

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