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Alexander Ludwig freut sich über seinen fünften Saisontreffer © getty

St. Pauli ringt Kaiserslautern nieder. Die Gäste dezimieren sich selbst und verpassen die Rückkehr auf den dritten Platz.

Hamburg - Seine chronische Auswärtsschwäche bringt den 1. FC Kaiserslautern im Aufstiegsrennen ins Hintertreffen.

Die "Roten Teufel" verloren am 21. Spieltag 0:2 (0:0) beim FC St. Pauli und verpassten nach dem siebten Auswärtsspiel in Serie ohne Sieg den möglichen Sprung auf den Relegationsplatz.

St. Pauli dagegen nutzte die wohl letzte Chance, doch noch in den Kampf um den Bundesliga-Aufstieg einzugreifen.

Führung durch Foulelfmeter

Vor 22.625 Zuschauern im fast ausverkauften Stadion am Millerntor brachte Alexander Ludwig die Gastgeber mit seinem fünften Saisontreffer in der 62. Minute in Führung.

Mittelfeldspieler Ludwig hatte einen allerdings umstrittenen Foulelfmeter unhaltbar für FCK-Torhüter Luis Robles verwandelt.

FCk-Verteidiger Moussa Ouattara hatte den kurz vor der Pause eingewechselten David Hoilett zu Fall gebracht.

Für die Entscheidung sorgte Morike Sako (87.). Der 2,02-Meter-Angreifer kam nach einer Flanke von Ludwig freistehend zum Kopfball. Es war sein Zweites Saisontor.

Stanislawski ist zufrieden

"Ich bin zufrieden. Die Jungs haben aus den schlechteren letzten Spielen die richtigen Lehren gezogen", sagte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski.

"Wir waren insgesamt über die 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben auch in der Höhe verdient gewonnen."

Der Coach lobte vor allem den Einsatz und die taktische Disziplin seiner Mannschaft. Sein Lauterer Kollege war hingegen alles andere als zufrieden.

Gelb-Rot gegen Amedick

"Das war eine bittere Niederlage für uns. Die Art der Niederlage war unangenehm, und wir haben wieder einen Spieler verloren", sagte FCK-Trainer Milan Sasic.

Seine Mannschaft musste ab der 40. Minute mit neun Feldspielern auskommen. Wegen wiederholten Foulspiels sah Innenverteidiger Martin Amedick die Gelb-Rote Karte. "Die Szene hat sicherlich auch Einfluss auf das Endergebnis genommen", meinte Sasic.

Seine Mannschaft habe aber besser gespielt als zwei Wochen zuvor beim 0:3 in Nürnberg, betonte der Coach.

St. Paulis Mittelfeldspieler Marc Gouiffe a Goufan verletzte sich durch Amedicks Foul und musste kurz vor der Pause seinen Platz für Hoilett räumen.

FCK wie gelähmt

Die vor dem Seitenwechsel weitgehend ausgeglichene Partie entwickelte sich nach Wiederbeginn aufgrund der nummerischen Überlegenheit der Platzherren zu einem einseitigen Spiel.

In der 70. Minute verfehlte ein Kopfball von Filip Trojan das Gäste-Tor knapp. Die Pfälzer kamen kaum noch vor das Hamburger Tor. "Wir haben heute das Glück gehabt, das uns zuletzt gefehlt hat", meinte Trojan. Von Aufstiegsambitionen wollte der Mittelfeldspieler aber nicht reden. "Wir brauchen noch neun Punkte für den Klassenerhalt. Alles andere interessiert mich nicht."

Protest gegen Spiele am Montag

In den ersten 20 Spielminuten hatten die Fans beider Mannschaften mit weitgehendem Schweigen gegen den nach ihrer Meinung fanunfreundlichen Spieltag am Montag protestiert.

Beste Akteure im Team von Coach Holger Stanislawski waren Trojan sowie der stets aufmerksame Torhüter Mathias Hain. Auf Lauterer Seite verdienten sich Innenverteidiger Moussa Ouattara sowie Axel Bellinghausen die Bestnoten.

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