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Stefan Maierhofer (M.) absolvierte für Österreich 19 Länderspiele © getty

Nach Lauterns Sieg muss Köln mit einem Sieg in Duisburg nachziehen. Stürmer Maierhofer ist bei SPORT1 heiß aufs Wiedersehen.

Von Reinhard Franke

München - Stefan Maierhofer ist ein sehr umgänglicher Typ.

Immer für einen guten Spruch zu haben und selten schlecht drauf.

Doch am Samstag war dann so ein unliebsamer Moment, wo es dem 30-Jährigen gehörig die Laune verhagelte.

Der Stürmer des 1. FC Köln musste daheim auf der Couch mit ansehen, wie der 1. FC Kaiserslautern, Kölns stärkster Konkurrent im Kampf um den Relegationsplatz, locker und leicht mit 3:0 gegen Paderborn gewann.

Damit belegen die "Roten Teufel" nun wieder mit drei Punkten vor den "Geißböcken" Platz drei. Heißt: Der FC steht am Montagabend im Topspiel beim MSV Duisburg (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) extrem unter Druck, muss gewinnen, um mit den Pfälzern nach Punkten wieder gleichzuziehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auf FCK-Ausrutscher gehofft

Maierhofer, der von vielen nur "Major" genannt wird, hatte insgeheim auf einen Ausrutscher der Lauterer gehofft. "Jetzt sind wir in der unglücklichen Situation, dass wir nachlegen müssen", sagt der 2,02 Meter große Angreifer im Gespräch mit SPORT1.

"Aber das darf uns nicht beeinflussen, sondern muss uns einen Tick motivieren. Wir spielen gegen eine starke Duisburger Mannschaft vor einer geilen Kulisse. Das war schon lange nicht mehr so, dass so viele Zuschauer in Duisburg waren."

Und er fügt hinzu: "Was gibt es schöneres? Montagabend, das Flutlicht geht an und wir dürfen Fußball spielen. Es geht um einiges."

Das sieht übrigens auch Duisburgs Trainer Kosta Runjaic bei SPORT1 so: "Natürlich freuen wir uns alle. Auf ein Duell, in dem es für beide um richtig viel geht: Köln will in die Relegation, wir wollen einen entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen."

Wiedersehen mit Vergangenheit

Für Maierhofer ist die Partie gegen die "Zebras" auch ein Wiedersehen mit seiner Vergangenheit, spielte er doch in der Saison 2010/2011 bei den Meiderichern.

"Ich habe beim MSV ein super Jahr gehabt. Wir waren in Berlin und haben leider im Finale gegen Schalke verloren", erinnert sich der lange Schlacks.

"Wir haben damals eine tolle Saison gespielt und es war ein sportlich schönes Jahr, wo ich tolle Menschen kennengelernt habe. Ich freue mich natürlich auf die Rückkehr."

Es gibt jedoch keinen Platz für Sentimentalitäten, ein Sieg ist Pflicht, weiß Maierhofer. Die Rolle des Jägers scheint ihm dabei besser zu liegen als die des Gejagten, findet der Österreicher.

"Als wir der Gejagte waren, haben wir gleich am Betzenberg verloren und sind wieder in die Rolle des Jägers geschlüpft."

"Extrem viel Potenzial"

Man müsse einfach wieder so spielen wie in den letzten Wochen, betont Maierhofer, "dann ist extrem viel Potenzial in dieser Mannschaft. Wir müssen beim MSV zeigen, dass wir den Anspruch auf den dritten Platz haben, das wird ein Kampfspiel und bis zur letzten Minute ein richtig enger Fight."

Der Glaube an den Aufstieg sei da, weiß der Sturmtank, denn "es sind noch 15 Punkte zu vergeben."

FCK ein richtig guter Konkurrent

Maierhofer ist davon überzeugt, "dass wir das packen können. Natürlich haben wir einen richtig guten Konkurrenten, der jetzt wieder seine Spiele gewinnt. Lautern wird aber auch noch Punkte lassen und dann müssen wir da sein."

Das gilt auch für Maierhofer, denn seit er im Winter in die Domstadt kam, ist er noch nicht so richtig gezündet. In 10 Spielen traf er nur ein Mal.

"Ich will vorne für Unruhe sorgen und die gegnerische Abwehr unter Druck setzen, dann werden die Tore von alleine wieder kommen."

Maierhofer ist heiß

Maierhofer ist jedenfalls heiß auf den Montagskracher und ist von seinem Team überzeugt: "Wir spielen ein richtig gutes Frühjahr. Mit unseren Fans und unserem Stadion gehören wir einfach in die Bundesliga."

Und er schickt eine kleine Spitze in die Pfalz:

"In Lautern waren gegen Paderborn nur 28000 am Betzenberg. Bei uns kommen bei minus 2 Grad und Schneefall 43000 Fans, das ist einfach Köln und Bundesliga-Niveau. Lautern hat einen guten Herbst gespielt, aber wir haben es noch einen Tick mehr verdient wieder in der Bundesliga zu spielen."

Runjaic glaubt an den Klassenerhalt

Runjaic will mit seinen Duisburgern erst mal in der Zweiten Liga bleiben und ist bei neun Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz zuversichtlich:

"Wir glauben zu 100 Prozent an den Klassenerhalt. Weil wir wissen, was uns stark macht, weil wir wissen, was wir dazu abrufen müssen. Wir setzen auf unser Können - und auf unseren Glauben an uns selbst."

Der gebürtige Wiener erwarte gegen Köln eine Begegnung "zweier zuletzt erfolgreicher Teams auf Augenhöhe und deshalb auch ein enges Spiel. Die geile Stimmung wird sich von den Rängen auf die Spieler und somit auch auf das Spiel übertragen."

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