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Bereit zum Jubeln: Torsten Lieberknecht (2.v.l.) ist seit 2008 Chefcoach in Braunschweig © imago

Die Eintracht kann mit einem Sieg Hertha BSC in die Bundesliga folgen. Neururer will mit dem VfL den Traumstart fortsetzen.

Von Reinhard Franke

München - Hertha BSC hat es am letzten Spieltag mit dem vorzeitigen Aufstieg in die Bundesliga vorgemacht, nun kann Eintracht Braunschweig nachziehen.

Für die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht sind die Vorzeichen klar:

Ein Sieg am Freitag beim FC Ingolstadt (ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) und die Rückkehr der "Löwen" in die Bel Etage des deutschen Fußballs nach 28 Jahren ist perfekt.

Die Euphorie im Umfeld der Blau-Gelben ist bis zum Anschlag spürbar. Die Anhänger der Eintracht zweifeln nicht im geringsten an der historischen Rückkehr ins Oberhaus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Helle Freude also bei jedem, der die Eintracht im Herzen trägt.

Laune bei Boland gedämpft

Bei Braunschweigs Mittelfeldspieler Mirko Boland ist die Laune trotz Vorfreude auf den bevorstehenden Aufstieg jedoch gedämpft. Der 26-Jährige sah vor einer Woche beim 1:1 zu Hause gegen Erzgebirge Aue für seine Rettungsaktion mit der Hand auf der Torlinie die Rote Karte.

Zwei Spiele Sperre bekam er dafür aufgebrummt und könnte nun eine große Aufstiegsparty verpassen, wenn die Eintracht in Ingolstadt die Rückkehr in die Bundesliga klar machen würde.

Für Boland ist es doppelt bitter, denn schon vor zwei Jahren, als die Niedersachsen sechs Spieltage vor Saisonende beim entscheidenden 1:0-Sieg bei der Spielvereinigung Unterhaching aufstiegen, fehlte Bohland aufgrund einer Magen-Darm-Grippe.

Damals hatte er 37 von 38 Spielen absolviert, doch ausgerechnet in Haching war Boland nicht dabei. "Das Schicksal scheint es nicht gut mit mir zu meinen", sagt Boland im "kicker".

Ohne Theuerkauf, Dogan und Kruppke

Neben dem Unglücksraben fehlen Lieberknecht bei den "Schanzern" auch Norman Theuerkauf (Gelbsperre), Deniz Dogan (muskuläre Probleme) und Kapitän Dennis Kruppke (Unterleibsprellung).

Währen die Braunschweiger ihr großes Ziel am Freitag erreichen können, ist der VfL Bochum auf dem besten Weg sein Saisonziel, den Klassenerhalt, schon bald einzuloggen.

Die Stimmung bei den Bochumern könnte gerade nicht besser sein - dank Trainer Peter Neururer.

Neururer brachte Erfolg zurück

Seit zwei Spielen ist Neururer nun als Trainer im Amt und hat eine große Begeisterung ausgelöst.

Seine Ausbeute: zwei Siege, 4:0 Tore. Die glänzende Bilanz mit dem Sprung auf Platz 15 wollen die Bochumer natürlich auch mit dem Spiel beim SV Sandhausen (Fr., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER) fortsetzen.

Am Freitag feiert Neururer übrigens seinen 58. Geburtstag. "Ich wünsche mir drei Punkte, einen zu Null-Sieg und dass alle Spieler gesund bleiben. Sonst habe ich alles im Leben", sagt der Coach im "kicker".

Keine Experimente

In der nun heißen Endphase der Saison verzichtet Neururer derweil auf Experimente. Kein Wunder also, dass "Peter, der Große" keinerlei Veränderungen an der zuletzt so siegreichen Mannschaft vornehmen wird.

"Nach den Trainingseindrücken in dieser Woche gibt es überhaupt keinen Bedarf, an der Stammformation irgendetwas zu ändern", so Neururer.

SPORT1 hat die Fakten zu den Partien des 31. Spieltags:

FREITAG

Union Berlin - Jahn Regensburg:

Union ist seit vier Spielen sieglos (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) und blieb dabei dreimal ohne eigenen Treffer. Schlusslicht Regensburg wartet bereits seit neun Auftritten auf seinen fünften Saisonsieg. (Hinrunde: 3:3)

FC Ingolstadt - Eintracht Braunschweig:

Ingolstadt konnte von den jüngsten acht Heimspielen nur eines gewinnen (vier Unentschieden, drei Niederlagen). Braunschweig, das noch nie ein Pflichtspiel gegen Ingolstadt verloren hat (vier Siege, ein Unentschieden), hat von den vergangenen sechs Partien nur eine verloren (drei Siege, zwei Unentschieden). (0:3)

SV Sandhausen - VfL Bochum:

Die seit sechs Spielen sieglosen Sandhäuser kassierten zuletzt drei Niederlagen in Folge. Bochum, das erstmals in einem Pflichtspiel in Sandhausen zu Gast ist, hat mit zwei Siegen in Folge unter dem neuen Trainer Peter Neururer den Relegationsplatz verlassen. (2:5) (alle Spiele Fr., ab 17.45 Uhr im LIVE-TICKER)

SAMSTAG

FSV Frankfurt - Dynamo Dresden:

Frankfurt hat drei seiner jüngsten vier Auftritte gewonnen (ein Unentschieden) und damit seine Chancen auf den Relegationsplatz gewahrt. Dresden hat in den letzten drei Spielen sieben Zähler eingespielt. Auswärts blieben die Sachsen zuletzt 13 Mal sieglos (sieben Unentschieden, sechs Niederlagen). (1:2)

Erzgebirge Aue - MSV Duisburg:

Aue hat von den jüngsten sechs Partien nur eine verloren (zwei Siege, drei Unentschieden). Duisburg hat von seinen vergangenen sieben Auswärts-Auftritten nur einen verloren (drei Siege, drei Unentschieden). (1:2) (beide Sa., 12.45 Uhr im LIVE-TICKER)

SONNTAG

1. FC Köln - 1860 München:

Die Kölner haben ihre letzten fünf Heimspiele gewonnen, drei davon ohne Gegentreffer. Der TSV hat sich mit nur einem Zähler aus den jüngsten drei Partien wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Von den bislang 21 Auftritten in Köln konnten die Münchner nur drei gewinnen (vier Unentschieden, 14 Niederlagen). (2:0)

FC St. Pauli - Hertha BSC:

St. Pauli hat drei seiner vergangenen vier Heimspiele (ein Unentschieden) gewonnen. Hertha, das nach zuletzt sechs Partien ohne Niederlage (vier Siege, zwei Unentschieden) bereits als erster Aufsteiger feststeht, hat keinen seiner letzten fünf Auftritte bei St. Pauli gewonnen (drei Unentschieden, zwei Niederlagen). (0:1)

SC Paderborn - VfR Aalen:

Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage kassierte Paderborn zuletzt ein 0:3 in Kaiserslautern. Aalen hat von seinen jüngsten fünf Begegnungen nur eine verloren (zwei Siege, zwei Unentschieden). (1:0)

(alle So., 13.15 Uhr im LIVE-TICKER und in der Zusammenfassung ab 19.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga)

MONTAG

Energie Cottbus - 1. FC Kaiserslautern:

Cottbus hat keinen seiner vergangenen fünf Auftritte gewonnen (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Lauterer blieben auswärts zuletzt fünfmal sieglos (vier Unentschieden, eine Niederlage). (0:1)

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER)

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