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Herthas Ronny (r.) erzielte auf St. Pauli seinen 17. Saisontreffer © getty

Der Aufsteiger setzt sich nach verrückter Schlussphase auf St. Pauli durch, Ronny trifft traumhaft. St. Pauli muss noch zittern.

Hamburg - Der FC St. Pauli hat im Abstiegskampf einen bitteren Rückschlag erlitten.

Trotz einer 2:1-Führung bis zur 88. Minute unterlagen die Hamburger dem bereits als Aufsteiger feststehenden Spitzenreiter Hertha BSC mit 2:3 (0:1).

Ronny mit seinem 17. Saisontor (88.) und der eingewechselte Sandro Wagner (90.) drehten die Begegnung für die Berliner in der Schlussphase.

Frontzeck: "Das ist sehr bitter"

"Das ist sehr bitter. Wir sind nach einer halben Stunde gut in die Partie gekommen und haben viel investiert. Da haben wir es nicht verdient, ohne Punkte vom Platz zu gehen", sagte St. Pauli-Trainer Michael Frontzeck.

Die Gäste waren vor 29.063 Zuschauern im ausverkauften Hamburger Millerntor-Stadion durch Sami Allagui (23.) auch in Führung gegangen. Lennart Thy (66.) und Daniel Ginczek (85./Foulelfmeter) ließen St. Pauli vom Heimsieg träumen.

(Highlights ab 19.15 Uhr bei Hattrick im TV auf SPORT1)

Die Hamburger liegen drei Spieltage vor Saisonende weiter fünf Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz. Berlin hat angesichts von vier Zählern Vorsprung auf Braunschweig auch weiter beste Chancen auf die Zweitliga-Meisterschaft. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Allagui trifft nach Avevor-Patzer

Von Beginn an hatte die Hertha in Hamburg keine Zweifel an ihrer Einstellung aufkommen lassen und wäre nach einem Fernschuss des Brasilianers Ronny aus gut 20 Metern beinahe früh in Führung gegangen (4.).

Nach einem Fehler durch St. Pauli-Verteidiger Christopher Avevor, der den Ball an der Grundlinie gegen Adrian Ramos vertändelte, hatte Allagui dann keine Mühe zur Gästeführung einzuschieben (23.).

Traumtor von Ronny

Nach der Pause kamen die Gastgeber zunächst besser aus der Kabine, bevor die Berliner erneut das Kommando übernahmen. Zunächst traf Ronny mit einem Freistoß nur die Latte (64.), dann gelang Thy nur zwei Minuten später nach einem Doppelpass mit Fin Bartels der Ausgleich.

In der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Ronny glich Ginczeks Führungstreffer per herrlichem Schlenzer von der Strafraumgrenze aus.

Kurz darauf traf Wagner mit links aus kurzer Distanz zum Sieg für die Hertha.

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