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Mitchell Weiser (l., mit Baumjohann) kommt aus der Jugendabteilung des 1. FC Köln © getty

Nach Kölns Patzer gegen 1860 hat Lautern die große Chance auf vier Punkte davonzuziehen. Mitchell Weiser glaubt bei SPORT1 daran.

Von Reinhard Franke

München - Hertha BSC und Eintracht Braunschweig haben vorzeitig das Ticket für die Bundesliga gelöst.

Und Jahn Regensburg ist der ersten Absteiger in die Dritte Liga. Auch Sandhausen ist so gut wie abgestiegen.

Die wohl heißeste Frage lautet nun: Wer spielt die Relegation gegen den Drittletzten aus der Bundesliga? Da hat der 1. FC Kaiserslautern auf Platz drei die besten Karten.

Der 1. FC Köln, neben dem FSV Frankfurt härtester Verfolger der Pfälzer, zeigte am Sonntag beim 1:1 gegen 1860 München Nerven (Bericht).

Nun hat der FCK die große Chance mit einem Sieg bei Energie Cottbus (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVE-TICKER) in der Tabelle vier Punkte davonzuziehen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kein Wunder, dass die "Roten Teufel" sich am Sonntag auf die Schenkel klopften, als sie das Kölner Remis im Mannschaftshotel verfolgten.

Die Stimmung beim FCK ist ohnehin gut. Zuletzt lief es rund und es wurden vor allem auf dem Betzenberg die Punkte geholt.

FCK mit guter Heimbilanz

In fünf Heimspielen im Jahr 2013 gab es 13 Punkte und kein Gegentor für die Elf von Trainer Franco Foda. Auch in der Fremde klappte es ganz ordentlich: nur vier Gegentore in sechs Auswärtsspielen (ein Sieg, vier Remis und eine Niederlage).

Lediglich in den Partien in Sandhausen und Aue wurden unnötig Punkte liegengelassen.

"Vielleicht liegen uns Mannschaften besser, die mitspielen wollen. Wir sind in Sandhausen und Aue in Führung gegangen und haben es nicht geschafft nachzulegen", sagt FCK-Mittelfeldspieler Mitchell Weiser zu SPORT1.

"Das müssen wir besser machen. Aber jedes Spiel ist anders und in Cottbus müssen wir genauso konzentriert aufspielen, wie zuletzt zu Hause. Wir haben richtig Qualität im Kader und wenn wir die auch richtig einsetzen, ist es schwer, gegen uns zu bestehen."

Simunek fehlt - Aufstiegstraum lebt

Allerdings fällt Defensivkraft Jan Simunek mit einer Grippe aus. Mit dem Tschechen war Lautern seit dem 1:1 in Braunschweig ungeschlagen.

Das soll so bleiben und der Traum vom direkten Wiederaufstieg schon bald Wirklichkeit werden.

"Darum bin ich nach Kaiserslautern gegangen. Wir wollen aufsteigen und dafür arbeiten wir jeden Tag hart im Training. Wer die Bundesliga-Stimmung gegen Köln im Fritz-Walter-Stadion erlebt hat, der weiß, dass der FCK in die Bundesliga gehört - das war große Klasse", betont Weiser.

Der 19-Jährige kam im Winter auf Leihbasis von Bayern München an den Betzenberg, traf in neun Spielen zwei Mal und zeigte in den letzten Begegnungen stark ansteigende Form.

Ob es im Sommer zurückgeht, darüber mache er sich noch gar keine Gedanken: "Erst einmal wollen wir unser Ziel hier erreichen und alles, was dann kommt, sehe ich dann ja."

"Es war der richtige Schritt"

Die Entscheidung für Lautern habe er jedenfalls nicht bereut, bekräftigt Weiser. "Es war der richtige Schritt. Hier kann ich auf gutem Niveau spielen und mich weiterentwickeln. Das war der Plan."

Die Stimmung im Team sei gut, ergänzt der gebürtige Kölner: "Wir sind gut drauf und wissen, was von uns verlangt wird. Klar ist man angespannt, weil jedes Spiel jetzt wichtig ist. Aber das gehört dazu."

Und wie erklärt er seine eigene Leistungssteigerung? "Ich mache mir keinen großen Kopf, sondern mache mein Ding und will meiner Mannschaft helfen und erfolgreich sein."

Energie im Niemandsland

Bei den Cottbusern ist die Saison quasi durch. Nach starker Hinrunde schien Energie bei der Vergabe der Aufstiegsplätze ein gewaltiges Wörtchen mitzureden, doch die Rückrunde war frustrierend.

Die Lausitzer stehen mit 40 Punkten auf Platz neun. Nach oben und nach unten geht also nichts mehr. Die Laune bei Trainer Rudi Bommer ist derweil nicht zum Besten bestellt.

Verständlich, bei nur zwei Siegen aus den letzten 15 Spielen. Die Planungen für die neue Saison haben längst begonnen, aber auch da schaut man nicht positiv nach vorne.

Nachdem der Ausftiegstraum schon vor Wochen platzte, begann der Aderlass im Klub.

Drei Leistungsträger weg

Mit Uwe Hünemeier (SC Paderborn), Thorsten Kirschbaum (VfB Stuttgart) und dem bereits aussortierten Daniel Adlung (1860 München) verlassen schon drei Leistungsträger den Verein.

Zehn Mal hat Energie gegen Lautern gespielt, doch weder in der Bundesliga noch in der Zweiten Liga gab es einen Sieg. In den zehn Duellen ging der FCK gar neun Mal als Sieger vom Rasen.

Bommer ist in der "Lausitzer Rundschau" dennoch zuversichtlich: "Jede Serie geht mal zu Ende."

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