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Köln hängt auf dem vierten Tabellenplatz fest und muss auf einen Patzer des FCK hoffen © imago

Die Aufholjagd bleibt wohl ohne Happy End. Nach vier verlorenen Punkten in einer Woche gibt Köln die Hoffnung nahezu auf.

Köln - Die Hoffnung auf einen Ausrutscher des 1. FC Kaiserslautern war noch da, doch eigentlich hatten die Profis des 1. FC Köln die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga schon am Sonntag abgehakt.

"Nach einem solchen Spiel sollte man nicht mehr vom Aufstieg reden", sagte Mittelfeldspieler Adam Matuschyk nach dem 1: 1 (1:0) gegen 1860 München (Bericht) :

"Theoretisch ist noch alles drin. Aber das war ein riesiger Rückschlag."

Schwächephase im Endspurt

Vier verschenkte Punkte in einer Woche - am Montag hatte der FC in der Nachspielzeit beim MSV Duisburg das 1:1 kassiert - sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache: Nach einer sensationellen Aufholjagd geht den Geißböcken auf der Ziellinie die Luft aus.

Und so klang auch die Analyse von Holger Stanislawski nicht, als glaube er noch an den Sprung auf den Relegationsrang.

"Man merkt, wie viel Kraft und Energie es gekostet hat, diesen langen Weg zu gehen", sagte der Trainer.

"Nun haben wir vom Kopf her nicht mehr die Frische und die Leichtigkeit. Und der Ballast im Rucksack ist immer größer geworden."

"Die Angst in den Köpfen"

Nun, wo Rang drei greifbar war, "steckt irgendwie die Angst in den Köpfen", wie Matuschyk analysierte.

Der Spannungs-Abfall, vielleicht bewirkt durch das 0:3 im direkten Duell in Kaiserslautern nach zuvor 15 Spielen ohne Niederlage, ist auch für Kapitän Miso Brecko der Grund für das nun wahrscheinliche Scheitern.

"Wir haben nicht mehr die Gier und den Willen", erklärte der Slowene: "Deshalb habe ich Riesenfrust. Wir haben vor dem Spiel gegen 1860 gesagt, dass wir alle vier Spiele gewinnen müssen. Jetzt haben wir gleich das erste nicht gewonnen..."

Unentschlossen und mutlos

Dabei schien der FC nach dem frühen 1:0 von Anthony Ujah (7.) auf einem guten Weg.

Doch im zweiten Durchgang waren die Rheinländer laut Stanislawski "zu passiv, zu fahrig und nicht mutig genug".

Das 1:1 durch Daniel Halfar (78.) war hochverdient. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Erneuter Umbruch in der Zweiten Liga

Sollten die Kölner die Relegation und damit den Aufstieg verpassen, steht erneut ein kompletter Neuaufbau an.

Der in den letzten Wochen ganz starke Christian Clemens wird dann wohl für die festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen in die Bundesliga wechseln, wahrscheinlich nach Schalke.

Der aus Mainz ausgeliehene Ujah wird nicht zu halten sein, Christian Eichner erhält keinen neuen Vertrag, Brecko hat ein Angebot zur Verlängerung abgelehnt.

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