vergrößernverkleinern
Holger Stanislawski (r.) bestritt 260 Pflichtspiele für St. Pauli © getty

Das Träumen hat ein Ende: Für St. Paulis Trainer Stanislawski zählt nur noch der Klassenerhalt. Der FCK bangt um zwei Leistungsträger.

Von Felix Götz

München - Vor dem Spiel des FC St. Pauli gegen den 1. FC Kaiserslautern (Mo., ab 20 Uhr LIVE) korrigiert man im "Freudenhaus der Liga" die Ziele.

Nach einer grundsoliden Vorrunde, die das Team von Trainer Holger Stanislawski mit nur drei Punkten Rückstand auf dem Relegationsplatz beendet hatte, träumten einige am Millerntor bereits vom Aufstieg.

"Davon brauchen wir nun nicht mehr zu reden. Wir sollten lieber zusehen, dass wir schnell mal wieder punkten", sagte Fabian Boll gegenüber dem "Kicker".

Der Grund für den Stimmungswandel: In den drei Spielen der Rückrunde gegen Osnabrück, Fürth und Oberhausen holten die Kiez-Kicker nur ein mageres Pünktchen. (DATENCENTER: Ergebnisse St. Pauli)

Defensive als Schwachstelle

Deshalb sagt auch Stanislawski, dem die Aufstiegsträume ohnehin ein Dorn im Auge waren: "Es geht für uns nur noch um das Erreichen der 40 Punkte."

Vor allem das Defensivverhalten stimmt bei den Hamburgern nicht. In den letzten drei Spielen kassierte St. Pauli acht Gegentore.

Das letzte Spiel ohne Gegentor (1:0 gegen Ingolstadt) liegt bereits drei Monate zurück.

Vier Verletzte

Stanislawskis Problem: Mit Jan-Philipp Kalla, Benjamin Weigelt, Andreas Biermann und Marcel Eger fallen gleich vier etatmäßige Verteidiger aus.

Zudem leistete sich Fabio Morena bei der 2:3-Pleite gegen Oberhausen schwere Aussetzer.

Gegen den FCK setzt St. Pauli auf seine Heimstärke. Die Niederlage gegen die Franken war die erste Pleite der Saison am Millerntor.

"Am Montag wird es wieder besser. Schließlich sind wir ja trotz des 0:3 gegen Fürth immer noch heimstark", sagte Filip Trojan der "Hamburger Morgenpost".

Kämpferisch stark

Auch Gegner Kaiserslautern kam mit einem Remis gegen Mainz und einer 0:3-Klatsche in Nürnberg eher mäßig aus der Winterpause. (DATENCENTER: Ergebnisse Kaiserslautern)

Zuletzt setzte sich das Team von Trainer Milan Sasic mit einer zumindest kämpferisch guten Leistung mit 2:0 gegen Ingolstadt durch.

Dank der überraschenden Niederlage der Fürther in Koblenz können die "roten Teufel" mit einem Sieg wieder auf den Relegationsplatz klettern.

Sasic bangt um Leistungsträger

Allerdings bangt Sasic um seine Leistungsträger Srdjan Lakic und Martin Amedick, deren Einsatz sich erst kurzfristig entscheidet.

"Bei St. Pauli geht sehr viel über Leidenschaft, Kampf und eine großartige Atmosphäre im Stadion, das ist ähnlich wie bei uns", freut sich der FCK-Trainer auf das Spiel am Millerntor.

Und auch seine Spieler sind heiß: "Dort zu spielen, hat bisher immer einen Riesenspaß gemacht. Es herrscht einfach eine sensationelle Stimmung - und wir wollen mit einem positiven Gefühl wieder nach Hause fahren", sagt Anel Dzaka.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel