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Erwin Hoffer (M.) erzielte die frühe Führung für den FCK in Regensburg © getty

Die Pfälzer feiern einen Pflichtsieg in Regensburg und träumen weiter von der Bundesliga-Rückkehr. Der FCK wackelt nur kurz.

Regensburg - Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Saison um zwei Spiele verlängert und kämpft in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga (23./27. Mai) um den sofortigen Wiederaufstieg in die Eliteklasse.

Der viermalige Meister setzte sich am vorletzten Spieltag mit 3:1 (2:1) beim bereits feststehenden Absteiger Jahn Regensburg durch und ist nicht mehr vom dritten Platz zu verdrängen.(ab 18.30 Uhr Hattrick XXL: HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1 )

Hoffer trifft zur Führung

Erwin Hoffer (12.) und Mohamadou Idrissou mit seinem 17. Saisontreffer (20.) beseitigten vor 8105 Zuschauern schon frühzeitig alle Zweifel und brachten die Roten Teufel im Fernduell mit den Verfolgern FSV Frankfurt und 1. FC Köln schon frühzeitig auf die Siegerstraße. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Lediglich Philipp Ziereis (27.) traf für die seit zwölf Begegnungen sieglosen Gastgeber in ihrem vorerst letzten Zweitliga-Heimspiel. Willi Orban (84.) sorgte für den Endstand.

Finanzielles Zahlenspiel

"Mit der Relegation haben wir unser sportliches Ziel erreicht. Jetzt stehen die Chancen fünfzig zu fünfzig. Bin mal gespannt, wer unser Gegner", sagte FCK-Klubchef Stefan Kuntz, der den Profi-Etat im Aufstiegsfall von 11 auf 17 Millionen Euro erhöhen will, bei LIGA total!

"Wir haben das zweite Spiel zuhause auf einem ausverkauften Betzenberg. Da ist auch einiges Möglichkeit. Du wirst natürlich mit mehr grauen Haaren aus der Saison gehen", erklärte Kuntz.

Die Kaderplanung stellt er zunächst hinten an. "Wir haben mit den Spielern, die wir für uns gewinnen wollen, Kontakt aufgenommen. Die kommen für beide Ligen infrage. Wenn wir aufsteigen sollten, brauchen wir maximal noch drei Spieler. Die bekommen wir auch noch nach dem 27. Mai", sagte der FCK-Boss Kuntz bei "Sky".

Kuntz äußert Unmut

Kuntz äußerte gleichzeitig seinen Unmut über die Unruhe beim zweimaligen DFB-Pokalsieger. "Wir haben bei unseren wirtschaftlichen Voraussetzungen die Relegation geschafft, dennoch gibt es Unzufriedenheiten. Das kann ich nicht verstehen. Wir müssen wieder zusammenstehen, sonst haben wir keine Chance", sagte der Europameister von 1996: "Wir müssen unsere Ansprüche wieder ein bisschen nach unten schrauben."

In der Relegation bekommt es das Bundesliga-Gründungsmitglied aus der Pfalz, das bisher 1997 und 2010 den Wiederaufstieg geschafft hat, entweder mit Fortuna Düsseldorf, dem FC Augsburg oder 1899 Hoffenheim zu tun.

Sippel sieht einen Vorteil

"Wenn wir die zwei Spiele erfolgreich bestritten haben, feiern wir in der Mannschaft eine Riesenparty. Der Vorteil ist, dass wir am Schluss das Heimspiel haben. Es kommt ja nicht jeder so gerne zu uns", erklärte Torwart Tobias Sippel beiLIGA total!

"Wir haben genügend Qualität in unserer Mannschaft. Da brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken", sagte FCK-Kapitän Florian Dick.

Auswärtskomplex besiegt

"Wenn man aufsteigen will, muss man jeden Gegner schlagen, der kommt", sagte Trainer Franco Foda, dessen Team nach sechs Auswärtsspielen ohne Sieg wieder einen Dreier in der Fremde einfahren konnte.