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Idir Ouali (l.) und Benjamin Kirsten (r.) hängen weiterhin auf Rang 16 fest © getty

Die Dresdner gehen in Aalen unter und müssen nun am letzten Spieltag in ein Fernduell mit Aue. Trojan fliegt vom Platz.

Aalen - Die Luft im Abstiegskampf wird für Dynamo Dresden immer dünner.

Die Sachsen unterlagen am vorletzten Spieltag nach einer schwachen Vorstellung mit 0:3 (0:1) beim VfR Aalen und gehen auf dem Relegationsplatz unter enormem Druck ins letzte Saisonspiel gegen Jahn Regensburg.

Die Treffer für Aalen erzielten Tim Kister (39.), Robert Lechleiter (79.) und Leandro Grech (88., Foulelfmeter). (ab 18.30 Uhr Hattrick XXL: HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1 )

Der Dresdner Filip Trojan (86.) sah nach einer Notbremse die Rote Karte.

Fernduell mit Aue

Um auf den letzten Drücker noch den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz zu schaffen, muss die Mannschaft von Trainer Peter Pacult auf einen Patzer von Erzgebirge Aue hoffen und im verbleibenden Heimspiel selbst Punkte holen.

Die Veilchen aus Aue stehen vor ihren letzten Duell in Sandhausen nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem achtmaligen DDR-Meister.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Schuppan stinksauer

Als Dynamos Mittelfeldspieler Sebastian Schuppan von der Aue-Pleite hörte, reagierte er bei "Sky" sauer: "Wenn ich das höre, dann kommt es mir spontan hoch."

Seine Wut ließ er auch an Schiedsrichter Robert Hartmann aus: "Was der Schiri heute gemacht hat, das war katastrophal, das war unterste Schublade", wetterte er in Richtung Referee.

Nach Schuppans Meinung hätte Hartmann Dynamo mehrere klare Elfmeter verweigert. Die einzig klare Fehlentscheidung Hartmanns war aber die Rote Karte für Trojan. Denn das Foul an Lechleiter hatte nicht Trojan, sondern Christian Fiel begangen.

Schuppan übte aber auch Selbstkritik: "Wir haben es heute einfach nicht verdient, weil wir den Ball nicht über die Linie kriegen."

Dynamo-Fans lautstark

Vor 11.116 Zuschauern in der Aalener Scholz-Arena erwischten die mutig nach vorn spielenden Gäste den besseren Start.

Trojan (13.) hatte die erste gute Gelegenheit für Dynamo, scheiterte aber genauso wie Kapitän Cristian Fiel mit einem Freistoß (24.).

Die 3.500 mitgereisten Dynamo-Fans bestimmten auf den Rängen lautstark den Ton - auf dem Rasen hatte Dresden zunächst deutlich mehr Ballbesitz, machte aber zu wenig daraus. Stattdessen köpfte der völlig freistehende Kister nach einer Ecke mühelos zur VfR-Führung ein. ( 35464 DIASHOW: Zweitliga-Torschützenkönige )

Lechleiter macht alles klar

Kurz nach der Pause vergab erneut Trojan nur zwei Meter vor dem Tor stehend die beste Chance der Dresdner (47.), die nach einer Serie von drei gewonnen Heimspielen zuletzt neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft hatten.

Aalen drängte in der Folge auf die Entscheidung und wurde durch den Treffer von Lechleiter belohnt.

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