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Peter Neururer übernahm den VfL Bochum von Karsten Neitzel © getty

Der VfL bleibt in der Zweiten Liga, die Niederlage beim FSV Frankfurt tut dank der patzenden Konkurrenz nicht weh.

Frankfurt am Main - Der VfL Bochum hat trotz der ersten Niederlage unter `Retter" Peter Neururer den Klassenerhalt in der Zweiten Liga perfekt gemacht (ab 18.30 Uhr Hattrick XXL: HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1 ).

Die Westfalen verloren am vorletzten Spieltag zwar bei FSV Frankfurt 1:2 (0:1), haben aber durch die Niederlagen der Konkurrenten Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue nichts mehr mit dem Abstieg zu tun (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Für den FSV endete trotz des Sieges der ohnehin nur noch vage Traum vom Erreichen der Aufstiegsrelegation, weil der Patzer des Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern bei Jahn Regensburg ausblieb.

Haare färben und Vertragsgespräche

Eine feucht-fröhliche Feier schloss zumindest Retter Neururer selbst aus: "Ich trinke keinen Alkohol, das ist ja bekannt", sagte er mit einem Augenzwinkern bei "Sky".

Allerdings wird sich der erfahrene Trainer am Dienstag im Mobilat Fantalk (ab 22.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die Haare blau färben lassen.

Ebenfalls in den nächsten Tagen stehen für den 58-Jährigen Vertragsgespräche auf dem Plan: "Ich gehe davon aus, dass ich schon in der nächsten Woche konkrete Gespräche führe."

"Der Verein ist in einer Aufbruchstimmung", nannte er ein Argument für eine Weiterbeschäftigung, "wenn auch noch nicht da wi er hingehört, nämlich in die Erste Liga.

Vor der Niederlage in Frankfurt hatte Neururer mit dem VfL vier Spiele in Folge gewonnen.

Bochum zu Beginn ideenlos

Der künftige Lauterer Marcel Gaus brachte das Überraschungsteam aus Hessen im letzten Heimspiel mit seinem Tor in der 22. Minute in Führung, doch Neururer bewies mal wieder ein glückliches Händchen: Drei Minuten nach seiner Einwechslung zur Pause erzielte Faton Toski den Ausgleich (58.).

John Verhoek grätschte den Ball in der 68. Minute zum Endstand ins Tor.

In der ersten Halbzeit erweckte vor 7.572 Zuschauern keines der beiden Teams den Eindruck, als ob noch irgendetwas auf dem Spiel stünde. Bochum agierte gehemmt und ideenlos, der FSV tat nur das Nötigste.

Frankfurt etwas aktiver

Gaus besorgte die Führung nach einer Einzelleistung. Nach der Pause und dem schnellen Ausgleich durch Toski war das Spiel offen, die Gastgeber hatten etwas mehr vom Spiel und verdienten sich durch ihr Engagement auch die erneute Führung.

Beste Frankfurter Spieler waren Torwart Patric Klandt und Torschütze Gaus. Bochum hatte in Christoph Kramer und dem zur Pause eingewechselten Routinier Alexander Iaschwili seine auffälligsten Akteure.