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Holger Stanislaswki trainiert seit 2006 die Profis des FC St. Pauli © getty

Die Hamburger mischen nach dem Sieg über Lautern wieder mit im Aufstiegsrennen. Auch die Pfälzer glauben weiter an ihre Chane.

Hamburg - Die Kiez-Krise ist vorbei, beim FC St. Pauli darf wieder ganz vorsichtig an den Bundesliga-Aufstieg gedacht werden.

"Wir haben den Führerschein auf Probe zurückbekommen", sagte Trainer Holger Stanislawski grinsend nach dem 2:0 (0:0)-Sieg gegen den 1. FC Kaiserslautern (zum Spielbericht).

Der Erfolg ließ die Hamburger bis auf fünf Punkte an Relegationsplatz drei heranrücken (Tabelle). ad

Dickes Lob vom Trainer

Ausgerechnet gegen den Pfälzer Mitkonkurrenten feierten die Hamburger ihren ersten Dreier in der Rückrunde.

Sie verdienten sich damit ein dickes Lob und ein Präsent vom Coach (Porträt): "Die Ergebnisse beginnen wieder zu stimmen. Die Mannschaft hat als Team gut gearbeitet und vieles deutlich besser gemacht als in den vergangenen Wochen."

Sprach's und schenkte seinen Schützlingen einen trainingsfreien Dienstag.

Auswärtsschwäche lähmt

Auf Dauer allerdings werden die Norddeutschen den Kontakt zur Spitze nur halten können, wenn sie auch außerhalb des Millerntors fleißig punkten. Nur fünf Zähler aus zehn Spielen sind dafür eindeutig zu wenig.

Die Probleme bei den Gästen waren und sind ganz ähnlich gelagert.

Auch die Truppe von Milan Sasic hat auf fremden Plätzen gerade einmal acht Punkte ergattert, wobei in der Hansestadt eine Niederlage mit ein bisschen Glück vielleicht vermeidbar gewesen wäre.

Umstrittener Strafstoß

Doch nach dem harten, aber vertretbaren Platzverweis gegen Martin Amedick musste der FCK 50 Minuten lang in Unterzahl spielen.

Auch der Strafstoß, der zum 1:0 für die Platzherren durch Alexander Ludwig (62.) führte, war äußerst umstritten.

Erst der zweite Treffer durch Morike Sako drei Minuten vor dem Abpfiff stellte vor 22.625 Zuschauern für die Gastgeber die Weichen endgültig auf Sieg.

"Schon wieder eine bittere Auswärtsniederlage", seufzte Sasic, der aber einen Fortschritt gegenüber der 0:3-Niederlage beim 1. FC Nürnberg zu erkennen glaubte.

Kuntz mit Zuversicht

FCK-Kapitän Axel Bellinghausen lenkte den Blick schnell wieder nach vorn: "Jetzt müssen wir diese Niederlage eben am Sonntag zu Hause gegen Greuther Fürth wettmachen."

Und auch Lauterns Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz traut den "Roten Teufeln" weiterhin zu, im Aufstiegsrennen ein gehöriges Wörtchen mitzureden.

"Ich sehe unsere Chancen schlechter als bei drei oder vier anderen Mannschaften, aber besser als bei zehn anderen Teams", erklärte der Europameister von 1996 recht optimistisch.

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