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Lufthoheit: Markus Brzenska (l.) gegen Rostocks Regis Dorn © getty

Sie sind zusammen abgestiegen und wollen beide direkt wieder zurück in die Bundesliga, aber zu Beginn der neuen Saison im Unterhaus haben der MSV Duisburg und Hansa Rostock noch Luft nach oben.

Duisburg - Beim 2:2 (1:1) zum Abschluss des ersten Spieltages zeigten die "Zebras" in der Offensive zwar gute Ansätze, gingen aber zu fahrlässig mit ihren Chancen um.

Rostock agierte in der Defensive zu sorglos, zeigte aber bei der zweimal erfolgreichen Aufholjagd gute Moral.

"Wenn man so startet wie wir, dann ist das schon ein Riesen-Nachteil. Wir haben Duisburg wachgerüttelt und damit aufgebaut", sagte Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf über die beiden frühen Gegentore durch Sandro Wagner (4.) in der ersten und Cedrick Makiadi (48.) in der zweiten Halbzeit.

Der Ex-Profi, dem die Vereinsführung wie bei seinem Gegenüber Rudi Bommer nach dem Abstieg den direkten Wiederaufstieg zutraut, hatte von seinem Team mehr Druck nach vorne erwartet.

Positive Reaktion

"Wir sind schon in der Lage, dominanter zu spielen, als wir das gemacht haben. Positiv war aber, dass wir zweimal Reaktion gezeigt haben und zurückgekommen sind." Der gute Regis Dorn (40.) und Enrico Kern per Foulelfmeter (57.) glichen für die Rostocker jeweils aus.

Der Elfmeter war allerdings der größte Aufreger in der Partie. Schiedsrichter Babak Rafati hatte nach einem Kopfballduell zwischen Dorn und Duisburgs Fernando Avalos auf Elfmeter und Rot für den MSV-Verteidiger entschieden. "Ich habe kein Foul gesehen, keine Rote Karte und keinen Elfmeter", meinte Bommer.

"Sein Arm geht schon raus, und er behindert mich. Damit verhindert er meine Torchance", sagte der gefoulte Dorn, fügte aber hinzu: "Es war keine Rote Karte." Allerdings hätte auch Gelb für Avalos den vorzeitigen Feierabend bedeutet, da er schon verwarnt war.

Bommer machte allerdings nicht die Entscheidung von Rafati, der vor dem Duisburger 1:0 auch eine Abseitsstellung von Markus Brzenska übersehen hatte, für den verpassten Sieg verantwortlich.

Bommer zufrieden

"Wir hatten nach dem 1:0 einige hochkarätige Möglichkeiten, da hätten wir nachlegen müssen", meinte der MSV-Coach, der aber insgesamt mit dem ersten Meisterschafts-Auftritt seines wieder komplett umgekrempelten Teams (13 neue Spieler) zufrieden war: "Dass die Mannschaft kämpft und nach vorne spielt, das wollen die Zuschauer sehen."

Vor allem die neue Offensive um Makiadi und den körperlich robusten Kameruner Dorge Kouemaha, der wie Wagner einmal nur das Aluminium traf, setzte positive Akzente.

"Das macht Lust auf mehr. Es wird sicher noch ein bisschen dauern, aber wir haben noch Luft nach oben", meinte MSV-Kapitän Ivica Grlic nach dem siebten Spiel in Folge gegen Rostock ohne Sieg.

"Mit dem einen Punkt können und müssen wir leben", sagte Hansa-Verteidiger Christian Rahn: "Aber am Sonntag gegen Aachen wollen wir drei holen."

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