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Erik Jendrisek (l.) und seine Pfälzer siegten im Hinspiel gegen Fürth mit 1:0 © getty

Die Kaiserslauterer empfangen Fürth zum Aufstiegsduell. Bei den "Löwen" muss sich gegen St. Pauli der Interimscoach bewähren.

Von Dustin Werk

Aufstiegskampf am Betzenberg. Verfolger Kaiserslautern empfängt die drittplatzierten Fürther (So., ab 13.45 Uhr LIVE ).

Die Franken haben derzeit mit einem Punkt Vorsprung auf die Pfälzer den Relegationsplatz inne. Aber nach der bitteren 0:3-Pleite in Koblenz heißt es für die "Kleeblätter" im Hexenkessel Fritz-Walter-Stadion kühlen Kopf bewahren:

"Wir wollen in Kaiserslautern bestehen und punkten. Und wir wollen zeigen, dass wir oben mit dabei bleiben wollen und, dass wir die Qualität haben, uns in der Pfalz durchzusetzen", sagt Trainer Benno Möhlmann zur Marschroute vor dem Spiel.

"Wir trauen uns zu, in der Atmosphäre Betzenberg unsere Leistung abzurufen."

Schwacher Start

Die Lauterer müssen nach der Niederlage in St. Pauli und dem insgesamt schwachen Start in die Rückrunde mit nur einem Sieg aus vier Spielen den Hebel endlich umlegen.

Dabei werden dem FCK Martin Amedick, Anel Dzaka, Srdjan Lakic und Dario Damjanovic fehlen. Trainer Milan Sasic gibt sich trotz der Personalnot aber kämpferisch:

"Wir haben nie gejammert und das werden wir auch jetzt nicht tun. Wir sind jetzt alle gefragt, die Ausfälle zu kompensieren. Ich kann versprechen, dass am Sonntag elf Rote Teufel auf dem Platz stehen werden, die mit hundertprozentigem Engagement gegen die effektivste Mannschaft der Liga ankämpfen werden."

1860 München ? St. Pauli

Nach der Entlassung von Marco Kurz ("Löwen" entlassen Kurz) steht für Interimscoach Uwe Wolf die Premiere als "Löwen"-Chef an:

"Für mich zählt nur dieses Spiel, darauf liegt der Fokus. Wir müssen es wie ein Endspiel angehen", sagt der frühere Bundesligaprofi zum Spiel gegen St. Pauli.

Vor allem aber die Mannschaft ist nun gefordert, die heftige 1:4-Niederlage in Duisburg vergessen zu machen. Aber auch der Trainer steht unter Beobachtung: "Ich denke, die Sportliche Leitung wird genau schauen, wie die Mannschaft gegen St. Pauli auftritt", so Wolfs Einschätzung.

Bei einem guten Auftritt darf sich Uwe Wolf Hoffnungen machen mehr als nur eine Interimslösung zu sein.

Ebenfalls sein Debüt feiern wird Michael Schick. Am Sonntag wird der Außenverteidiger an seinem 21. Geburtstag seinen Profi-Einstand bei 1860 geben.

St. Pauli kann wohl wieder mit Kapitän Fabio Morena planen, der nach abgeklungener Prellung des Gesäßmuskels wieder mit der Mannschaft trainieren konnte.

FC Augsburg ? TuS Koblenz

Augsburg kann diese Saison auf seine Heimstärke bauen. Seit acht Spielen hat die Truppe von Trainer Holger Fach im heimischen Rosenau-Stadion nicht mehr verloren.

Der Optimismus von Fach ist deshalb nicht verwunderlich: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Spiel wieder eine Leistung wie gegen Nürnberg oder Duisburg abrufen können und dann auch das Spiel gewinnen werden."

Allerdings muss Fach ohne seine beiden Müllers auf den Außenbahnen planen. Christian Müller fehlt wegen einer Gelbsperre, Lars zog sich im letzten Spiel einen Muskelfaserriss zu.

In Koblenz wächst nach zuletzt zwei Siegen wieder die Zuversicht, im Abstiegskampf bestehen zu können. Der Glaube an die eigene Stärke ist zurückgekehrt.

"Dieses Selbstverständnis, mit dem die Mannschaft auftritt, war in den letzten beiden Spielen schon vor dem Anpfiff spürbar", erzählt Coach Uwe Rapolder.

Für den Trainer gibt es nach dem überraschenden 3:0 über Greuther Fürth keine Veranlassung, seine erfolgreiche Mannschaft zu ändern.

Rot-Weiß Oberhausen ? FSV Frankfurt

Oberhausen verlängerte am Freitag den Vertrag mit Trainer Jürgen Luginger. In der Tat steht der Aufsteiger mit 28 Zählern im gesicherten Mittelfeld. Die Oberhausener werden beweisen wollen, dass das in den Trainer gesetzte Vertrauen, gerechtfertigt ist.

Gegner FSV Frankfurt hat sich sehr überraschend aus den tiefsten Tabellenregionen befreien können und mit vier Siegen und zwei Unentschieden aus den letzten sechs Spielen vom letzten bis auf den 13. Platz vorgearbeitet.

Trotz des Aufwärtstrends warnt FSV-Teamchef Thomas Oral: "Wir dürfen uns von den Ergebnissen der letzten Wochen nicht blenden lassen. Die Mannschaft muss kapieren: Wir brauchen noch 13, 14, 15 Punkte. Die Mannschaft darf sich nicht ausruhen."

Ob die angeschlagenen Dennis Hillebrand, Radek Spilacek, Oualid Mokhtari und Gennadi Blizniu, spielen können, wird Oral erst kurzfristig entscheiden.

Oberhausen bangt vor dem Spiel um den Einsatz von Mittelfeldspieler Markus Kaya und Verteidiger Thomas Schlieter.

Osnabrück ? Ingolstadt

Der VfL hat keines der letzten sieben Heimspiele gewonnen. Da kommt Gegner FC Ingolstadt gerade recht.

Seit 344 Minuten sind die Oberbayern mittlerweile ohne Torerfolg. Zwei Punkte und 1:8 Tore lauetet die magere Rückrunden-Bilanz der Fink-Elf.

"Irgendwann kommt das Glück zu uns zurück, dann fällt mal der glückliche Treffer", hofft Thorsten Fink.

Die Osnabrücker können nach dreimonatiger Verletzungspause wahrscheinlich wieder auf Abwehrspieler Thomas Cichon zurückgreifen, während Mittelfeldakteur Matthias Heidrich wegen einer Gelb-Sperre fehlt.

Bei Ingolstadt fehlen "Zecke" Neuendorf (Sehnenanriss im Oberschenkel), Marcel Hagmann (Bauchmuskelzerrung) und Christopher Reinhard (Achillessehnenprobleme). Ein Fragezeichen steht hinter dem Namen Valdet Rama, der in der Trainingswoche über Schmerzen im Oberschenkel klagte.

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